Bandiera
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Reisebericht Rom September 2002


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Auf den Spuren Cäsars

Da unser Zug wohlweislich erst für Abends reserviert war, hatten wir noch einen ganzen Tag in Rom. Das Hotel war so freundlich, uns das Gepäck bis Abends aufzubewahren.

Die Spuren der Römer sind in der Stadt an allen Ecken unübersehbar, das meiste aus Cäsars Zeiten ist aber im Laufe der Zeit abgerissen oder überbaut worden. Man muß also ein wenig suchen.

Kolosseum  Forum

So zogen wir erneut über das Kolosseum ins Forum, um dort die Reste der iulianischen Basilika zu bewundern und uns vorzustellen, wo er dort seine Reden gehalten hat, wo (angeblich) seine Leiche verbrannt wurde - und natürlich, was derweil so alles durch die "Cloaca Maxima" getrieben sein mag.

Der Ort seiner Ermordung soll das Theater an der Piazza Campo dei Fiori sein, heute ein Restaurant. Nun, es gibt dort rundum  n u r  Restaurants, also haben wir seinen Todesort wohl immerhin von außen gesehen.

Außerdem hatten wir noch ein paar Versäumnisse nachholen: das Viertel um die Synagoge weist auch viele interessante Ecken auf, sowie eine leckere tavola calda. Man nehme ein pezzo hiervon und ein pezzo davon und vielleicht noch ein wenig dortvon und schon ist eine abwechslungsreiche Mahlzeit gesichert.

Im Pantheon überzeugten wir uns während eines Schauers davon, daß das Loch in der Decke wirklich offen ist, besorgten in der Herder'schen Buchhandlung Rückfahrtslektüre und suchten noch einmal das Pastamuseum in der Nähre des Trevibrunnens. Wir fanden es - aber 15 Euro Eintritt für ein Kind mit einem Erwachsenen! Da half auch der Hinweis auf den privaten Betrieb nichts, da gingen wir nicht hinein.

Nun suchten wir noch ein Museum, das endlich Römer zeigte, wie sie vor dem Kolosseum stehen. Das kapitolinische Museum ist laut Museumsführer im dortigen shop dafür nicht geeignet. Im Palazzo Venezia ist auch "nur" Rom im Mittelalter zu sehen. Aber das Gute liegt so nah: direkt vor der Haustür, im Museum in den Diokletiansthermen, ist (unter vielem anderen) auch mal römisches Soldatenzubehör ausgestellt. So kam auch Tim zum Schluß noch zu seinem Recht.

Und leider war damit die erlebnisreiche Woche schon wieder rum - viel gesehen, viel erlebt, viel Cappuccino und Espresso getrunken, viel Eis gegessen, immer lecker gespeist - hoffentlich studiert mal eins meiner Kinder hier! Auswandern wäre auch noch eine Alternative, obwohl, da steht Lucca an erster Stelle, Rom wäre dann auch nicht mehr so weit weg...

Die Rückfahrt

Wegen der späteren Abfahrt in Rom hatte ich den Eurostar, den italienischen ICE, gebucht. Unser Zug hatte aber kräftig Verspätung, obwohl er nur aus Neapel kam. Da das noch mehr wurde, konnten wir in Florenz den Anschlußzug nur mit Rennen erreichen, obwohl wir eine gemütliche halbe Stunde mit Blick vor den Bahnhof eingeplant hatten.

Im Zug ab Florenz saßen wir direkt neben dem Packwagen mit vielen, vielen Fahrrädern. Es wurden an jeder Station mehr und die untersten sollten auch als erste wieder aussteigen. So wurde der Fahrradstapel ständig in Bewegung gehalten, an Schlaf war kaum zu denken. Irgendwann kommen wir wieder, vielleicht sollte man dann tatsächlich einmal fliegen!

Im Bilderbogen gibt es noch viele Türen, Fenster etc. aus Rom zu sehen.



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