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Wieder raus aus Rom Wir wollten endlich in die Calixtus-Katakomben, also fuhren wir wieder mit der Straßenbahn zu San Giovanni in Laterano, um dort in den Bus 218 in Richtung Via Appia Antica einzusteigen. Dieses Mal klappte alles problemlos, man muß ja auch einmal Glück haben. Leider hatten wir in der deutschsprachiger Führung eine Schulklasse, so daß die Gruppe ziemlich groß war. Daher (?) wurden wir auch relativ schnell hindurchgeschleust, die wortreiche Erklärung kann man sich ohnehin kaum merken. Auch beim zweiten Male sind diese Katakomben noch beeindruckend, wir haben allerdings deutlich weniger gesehen, als beim letzten Male. Nichtsdestotrotz kann man angesichts dieses riesigen unterirdischen Bauwerkes nur beeindruckt sein. ![]() Auf den Spuren der alten Römer wollten wir auch weiterhin wandeln, wir wollten die alte Heerstraße, die Via Appia Antica im Originalzustand sehen. Diese ist streckenweise ohne neuen Überzug erhalten, man geht durch den an die Katakomben anschließenden Park in Richtung San Sebastian-Katakomben, passiert die Reste des Zirkus des Maxentius und das Grab der Cecilia Metella, das später zu einer Art Burg ausgebaut wurde. Die alte Via appia antica ist sichtbar abgenutzt, mit tiefen Karrenspuren, wir meinten auch die genagelten Sandalen der Legionäre in der Ferne zu hören. Dem Erhaltungszustand entsprechend ist dieser Abschnitt der Straße für Zweiräder gesperrt und außerdem ein Stück weit Einbahnstraße. Das tangiert allerdings niemanden, nicht einmal mit Polizei im Nacken. Nachdem wir ein paar Autos beobachtet hatten, schien die richtige Strategie schnellfahren zu sein - dann schaukelt es weniger. Andere versuchten einen Slalom, Motorräder benutzten den Gehsteig. Italien, wie es leibt und lebt. Es lebe die Anarchie... ![]() Den vom Reiseführer versprochenen Meilenstein suchten wir hier allerdings vergeblich, wir fanden ihn nach Konsultation weiterer Literatur später in der Befestigung des Kapitols. In Goethe'sche Gefilde südlich weiterwandern wollte Tim dann doch nicht mehr, lieber in der benachbarten Gärtnerei eine Pizza essen (das geht tatsächlich). Gut gestärkt wollten wir zurück in die Stadt, entdeckten allerdings bei den Katakomben ein (stadt)bekanntes heimatliches Gesicht. Als Individualisten verdrückten wir uns darauf schnell und direkt zur Bushaltestelle. Als Tim dort dann noch ein vorbeifahrendes Motorrad mit heimatlichem Kennzeichen entdeckte, bekamen wir Verfolgungswahn. Eine Flucht zu Fuß wurde leider durch ein einsetzendes Gewitter verhindert, ein Schirm verhinderte aber weiteren Unbill bis zum Eintreffen des Busses. Zurück in der Stadt gönnten wir uns noch eine ausgiebige Stadtrundfahrt per Tram, Linien 3 und 8, das Wetter war nicht mehr nach laufen. Leider war abends auch unser Leib- und Magenrestaurant überfüllt, so daß wir trotz Regens einem Tip in ein schönes Jugendstillokal, ein paar Straßen weiter folgten. Die Preise waren entsprechend hoch, das Essen Standard und man versuchte uns noch 50 Euro zuviel abzuknöpfen, kurz: schönes Ambiente, nichts dahinter. |