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Roms größtes Museum Mittwochs haben die Calixtus-Katakomben geschlossen, so sind wir mit der U-Bahn zum Bahnhof Ostiense an der Piramide gefahren und dort in die S-Bahn Richtung Meer umgestiegen. ![]() In Ostia Antica könnte man Tage verbringen. Die bisher freigelegten Reste sind bestimmt so groß wie unsere Heimatstadt Buchloe, allerdings doch zumeist wesentlich interessanter. Man kann hier gar nicht alles aufzählen, was es zu sehen gibt. Möchte man sich einmal vorstellen, wie es früher war, sollte man sich an eine Straßenecke setzen und die Augen schließen. Mit ein wenig Vorbildung durch Asterix und Co. kommen einem dann lauter bunte Bilder, man sieht Leute in der Toga, Kinder beim Spielen am Boden, geschäftiges Treiben im Wirtshaus. Als ich die Augen wieder öffnete, glaubte ich in der Zeit gereist zu sein: die Leute in der Toga waren real. Hier wurde ein Film gedreht! Das haben wir uns dann im Schatten einer ehemaligen Tavene länger angeschaut: ein sich die Haare raufender deutscher Regisseur, Schauspieler, die nie das gemacht haben, was sie sollten und eine Übersetzerin dazwischen, die es beiden Seiten recht machen mußte. Vermutlich war das unterhaltsamer, als die 45-Sekunden-Szene, die da gedreht wurde. Jedenfalls für uns. ![]() Zu sehen gibt es dann noch das Amphittheater, das Haus von Amor und Psyche, die vielen Mietskasernen, die Eidechsen, bunten Heuschrecken und Schmetterlinge und und und. Sehen Sie einfach mal selbst! Ach ja, und ein Museum mit lauter "langweiligen Statuen - keine Rüstungen und Schwerter" (O-Ton Tim). ![]() ![]() Der Rückweg endete zunächst am Kolosseum, da wir noch ins Domus Aurea, Neros Palast wollten. Teilweise hatten die schweren Unwetter an unserem letztjährigen Abreisetag dort Schäden angerichtet, es war noch nicht alles wieder zugänglich. Der Quirinalspalast war wieder von den Carabinieri bewacht, daran merkten wir, daß es der 11. September war. Sonst war nicht viel zu spüren, Polizei aller Couleur ist ohnehin immer reichlich im Straßenbild vertreten. Im dunklen machten wir dann noch eine große Runde zu Fuß durchs erleuchtete Rom. Allerdings wirken dann mit Beleuchtung die großen Werbetransparente von Timberland und Coca-Cola an der spanischen Treppe und dem Trevi-Brunnen noch wesentlich störender, um nicht zu sagen verschandelnd. Auch die zahllosen Rosen-, Blinklicht- und wer-weiß-was-noch-alles-Verkäufer sind abends erst so richtig aufdringlich. Dabei haben sie uns schon jeden Abend ins Restaurant verfolgt, wo auch diverse musikalische Stimmungstöter ihr Unwesen trieben. |