Bandiera
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Reisebericht Rom Mai 2001


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Der letzte Tag

Da unser Zug wohlweislich erst für Abends reserviert war, hatten wir noch einen ganzen Tag in Rom. Das Hotel war so freundlich, uns das Gepäck wieder aufzubewahren.

So stromerten wir wieder in der Stadt herum herum, genossen das Feeling am Nabel der Welt und statteten schließlich dem Kolosseum einen letzten Besuch ab. Dort beobachteten die Hochzeitspaare, die zum Fototermin oberhalb im Park erschienen waren und ich konnte dann auch noch einen letzten Cappuccino trinken.



Dann fing es leise an zu regnen. Es ist direkt erstaunlich, wie schnell die fliegenden Verkäufer von Andenken auf Schirme ("You don't have an umbrella? You need to have an umbrella!") umschalten können. Aus dem leisen Regen wurde schnell ein heftiges Gewitter. Kein Problem, wir waren ja unter Dach. Nur leider mußten auch wir irgendwann wieder in Richtung Hotel, das Gepäck holen. Zu diesem Zeitpunkt war teilweise 20 cm Wasser auf den Straßen, da waren wir trotz Jacken in kürzester Zeit bis auf die Knochen naß und fuhren lieber mit der U-Bahn weiter. Leider war das Hotel nicht so freundlich, uns kurz ein Notquartier zum Trockenlegen anzubieten, aber wir konnten uns auch so behelfen.

Da wegen des Jubiläumsjahrs 2000 sehr viel renoviert wurde, die Gerüste weg sind und die Pilgerströme etwas nachgelassen haben, konnten wir so viel unverstellt sehen, wie selten in letzter Zeit.


Die Rückfahrt

Unser Zug sollte von Palermo kommen, was zu gewissen Befürchtungen in Sachen Pünktlichkeit Anlaß gab, insbesondere, da er fünf Minuten vor der geplanten Abfahrt noch nicht da war. Dann kam die Durchsage, daß er heute auf einem anderen Gleis verkehre. Auch wenn man kein Italienisch versteht, oder auch nur mit der Akustik Probleme hat - man muß ja nur den anderen hinterherrennen. Das ist übrigens wörtlich zu nehmen, da der Zug dann pünktlich kam und auch wieder abfuhr nach Florenz, wo er endete.

Leider war es in Florenz um 21 Uhr dunkel, Anke müde, der andere Zug schon da und was machen wir für 90 Minuten mit dem Gepäck? Sonst wäre ich gerne noch etwas um die Häuser gezogen, Erinnerungen auffrischen.

Der Zug ab Florenz war voll mit deutschen Schülern und Lehrern, unser Abteil bis auf eine neben uns sitzende Italienerin leider ebenfalls. Der deutsche Waggon hatte natürlich keine Klimaanlage, was unsere italienische Begleitung ausgesprochen daneben fand. Ebenso erregten die anwesenden Lehrer und Schüler ihr Mißfallen, nicht in jedem Falle unberechtigt, leider. Die Italienerin konnte kein Deutsch, die Deutschen kein Italienisch, so durfte ich radebrechend vermitteln, man muß ja auch nicht alles weitergeben. Wie schon geschrieben, man sollte Klassenfahrten verbieten.

In Verona legten wir dann eine außerplanmäßige Pause von über zwei Stunden ein, macht ja nix, ist ja mitten in der Nacht. Immerhin ließ sich der Schaffner im Anschlußzug ins Allgäu überzeugen, daß bei dieser Verspätung nicht auch noch ein EC-Zuschlag erhoben werden müsse.

Zuhause las ich dann in der Zeitung, daß bei dem Unwetter Teile von Neros goldenem Palast eingestürzt seien. Leider hatten wir es nicht geschafft, ihn von innen zu sehen, er war zeitweilig wegen Überfüllung geschlossen.

Im Bilderbogen gibt es noch viele Türen, Fenster etc. aus Rom zu sehen.

Reisetips:

Einmal wirklich früh aufstehen und die erwachende Stadt erleben
Mehr als eine Woche Zeit haben
Unbedingt bequeme Schuhe
Kugelschreiber
Schirm
Wasserflasche zum Auffüllen



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