Bandiera
Bandiera
 

Reisebericht Rom Mai 2001


[HOME] [IMPRESSUM] [REISEBERICHTE] [ROM 2002]  •  [SEITE 1] [SEITE 2] [SEITE 3] [SEITE 4] [SEITE 5] [SEITE 6]

Mal ganz was anderes

Unterirdisch soll es auch etwas zu sehen geben. Wir wollten also mit den Straßenbahnen zu San Giovanni in Laterano, um dort in den Bus 218 in Richtung Via Appia Antica einzusteigen. Es standen gleich fünf Straßenbahnen da, aber leider fuhr die erste nicht mehr. So warteten wir dann auf den Ersatzbus und fuhren mit ihm bis Porta Maggiore. Haltestellen wurden da eher spontan bedient, der Bus war auch ja überhaupt nicht voll, aber irgendwie haben wir es dennoch geschafft, an der richtigen Haltestelle rauszukommen. Natürlich haben wir auch im regulären 218 die Haltestelle "Fosse Ardeatine" der Calixtus-Katakomben erst zu spät erkannt, aber es gibt ja immer einen Bus zurück.

Unterirdisch war es dann eher überirdisch. Eine kleine Gruppe unter deutschsprachiger Führung durfte sich in Ruhe umsehen und Fragen stellen. Unglaublich, unter welchen Bedingungen hier diese Riesenhöhle (20 Kilometer Gänge!) mit all ihren Grabnischen gegraben wurde. Die in meinen Augen teilweise sehr naiven "Gemälde" fallen allerdings hinter anderswo gesehene Mosaike und Wandgemälde aus dieser Zeit schon einigermaßen zurück.



In den zahlreichen unterirdischen Kapellen werden noch heute Gottesdienste abgehalten. Die Gräber sind allerdings seit längerem leer. Bei Besuchen sollte man berücksichtigen, daß es hier, bis zu 20 Meter unter der Erde, kühl ist. Das Frösteln kommt also nicht nur von der etwas unheimlichen Stimmung...

Auf dem Rückweg stand der Bus dann im Stau. Essen wollten wir ja auch noch etwas und so brauchte ich dann eine neue Fahrkarte für die Straßenbahn, denn Anke wollte jetzt in den Zoo. Tickets gelten ja "nur" 75 Minuten. Im Zoo bekam Anke dann demonstriert, daß in Italien Ganztagsschule ist. Es wimmelte nur so von Schulklassen. Besonders beeindruckt haben uns das Bärengehege, die Greifvögel und die schönen, frei umherstreifenden Pfauen. Leider sind Umbaumaßnahmen zur artgerechteren Haltung erst teilweise im Gang.



Vom Zoo aus sind wir durch den großen Park der Villa Borghese auf den Pincio gewandert. Von hier aus hat man eine tolle Übersicht über die Stadt auf den Vatikan. Man gelangt über steile Treppen auf die Piazza del Popolo, einer der schönsten Plätze Roms. Von der Polizia wurde leider gerade ein Kind von den Löwen am Brunnen gescheucht, so daß Anke um die Erfahrung eines Raubkatzenrittes gekommen ist (wir haben uns nicht mehr getraut). Der Corso führt von hier als, naja, fast-Fußgängerzone bis zur Piazza di Venezia mit dem gigantischen Denkmal des Vittorio Emanuele. Es wird von den Römern angeblich "Schreibmaschine" genannt und liegt direkt am Kapitol. Kaiser Marc Aurel reitet dort wieder voll vergoldet auf der Piazza del Campidoglio, die mit ihrem Gitternetz von Michelangelo gestaltet wurde. Eine Eindruck erhalten Sie auf der italienischen 50-Cent-Münze.



Ein Abstecher vom Corso zum Augustusmausoleum lohnt sich nach Ankes Meinung nicht ("wieder ein oller Steinhaufen"). OK, es ist wirklich noch nicht restauriert und hinter Bauzäunen verriegelt und verrammelt.



[SEITE 1] [SEITE 2] [SEITE 3] [SEITE 4] [SEITE 5] [SEITE 6]
Literaturempfehlungen für Rom / Latium

Copyright © 1999-2012 www.italianita.de - Dr. Ulrich Hondelmann