Bandiera
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Meine Pasta-Rezepte aus der italienischen Küche


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Wieder ein paar Vorbemerkungen: die nachfolgenden Rezepte sind ohne die Produktion eigener Pasta, sondern gehen von industriell hergestellter Ware aus. Wer es möchte kann natürlich dennoch seine eigene Pasta machen. Kochen Sie die Pasta in jedem Falle in ausreichend Salzwasser und geben Sie kein Öl hinzu. Das Öl verschließt die Oberfläche der Pasta, so daß die Nudeln zwar nicht zusammenkleben, aber dafür die Soße (den Sugo) nicht mehr aufnehmen. Wenn Sie die Pasta und den Sugo in einer Schüssel und nicht getrennt auftragen, klebt auch nichts zusammen.

Pasta sollte nicht völlig matschig gekocht werden, sondern bißfest oder "al dente". Dafür gibt es natürlich keine allgemeingültige Skala, auch in Italien habe ich schon alle möglichen Varianten serviert bekommen - Matsch war aber nie darunter, bestenfalls halbgare Pasta allerdings schon. Wie immer gilt: kochen Sie nach Ihrem persönlichen Geschmack!

Die folgenden Gerichte sind familientaugliche, praxiserprobte Variationen klassischer Rezepte. Da ich nicht mit den Kochbüchern in Konkurrenz treten will, kommt hier nur eine kleine feine Auswahl.


   Spaghetti alla casa - Spaghetti nach Art des Hauses


Zutaten für vier Personen:

400g Spaghetti
2 Zwiebeln
etwas Öl von eingelegten getrockneten Tomaten
2 Dosen gehackte Pizzatomaten (oder feingehackte eigene Ernte)
300g gemischtes Hackfleisch
2 große Karotten
je 1-2 Paprika, rot und gelb
2 Knoblauchzehen
Parmesankäse
Salz
Prise Zucker
Tomatenmark
Oregano und weitere Kräuter nach Geschmack, z.B. Petersilie, Thymian, Basilikum, Rosmarin, Liebstöckel, Salbei, süßer Paprika. Gehackt hinzugeben oder nach dem Kochen entfernen.

Zubereitung:
  1. Die Zwiebeln schälen und fein zerteilen, das Gemüse putzen und in feine Stücke schneiden

  2. Das Hackfleisch und die Zwiebeln in etwas Oliven- oder Sonnenblumenöl kräftig anbraten, dabei salzen und dann mit den Tomaten ablöschen. Nun die Karotten und Paprika hinzufügen und mit den Kräutern würzen. Der Knoblauch wird je nach gewünschter Intensität durch die Knoblauchpresse gegeben oder als ganze Zehen, aber angedrückt, hinzugegeben. Das Ganze sollte dann mindestens 40 Minuten, besser mehr als eine Stunde unter gelegentlichem Umrühren sanft vor sich hin köcheln und dabei reduzieren. 2 - 3 Eßlöffel Tomatenmark machen den Sugo noch sämiger, eine Prise Zucker und ein Schuß des Tomaten-Öls bringen den Geschmack der Tomaten noch weiter hervor.

  3. Während der Sugo köchelt, kann der Parmesan gerieben werden. Dann rechtzeitig das Nudelwasser (mindestens ein dreiviertel Liter pro 100g Nudeln) mit nicht zu wenig Salz aufsetzen und die Pasta bis zur gewünschten Bißfestigkeit kochen.

  4. Nun das Nudelwasser abgießen und die Pasta mit dem Sugo in einer großen Schüssel oder direkt auf den Tellern anrichten. Zuvor ggf. die Knoblauchzehen entfernen (oder dem Knoblauchliebhaber der Runde zuschanzen). Jeder gibt selbst Parmesan nach Geschmack hinzu.

Varianten des Grundrezepts:
  • je nach Geschmack und Saison können die Paprika durch gehackte Oliven, Paprikapaste, Zucchini, Auberginen, Champignons oder Sellerie ergänzt oder ersetzt werden
  • auch als all'arrabiata (scharf) sehr lecker: Chilipulver oder Peperoni machen es möglich. Vorsicht bei der Dosierung!
  • vor dem Hinzufügen der Tomaten kann mit Rotwein abgelöscht werden (keine Sorge, der Alkohol übersteht das Kochen nicht)
  • der Sugo kann zum Schluß mit Crème Fraîche, Schmand oder Sahne verfeinert werden
  • Ricotta im Sugo ist ebenfalls fein
  • fleischlos schmeckt's auch. Alternativ können auch Meeresfrüchte wie Garnelen, Muscheln und kleine Tintenfische verwendet werden
  • wenn es schneller gehen soll: eine Dose Tomaten durch ein Glas Fertigsoße z.B. von Barilla ersetzen. Viele Geschmacksvarianten sind so möglich


  Spaghetti alla carbonara


Zutaten für vier Personen:

500g Spaghetti
1 kleine Zwiebel
3 Eier (oder 2 große)
2 Eßlöffel gehackte Petersilie
200g Pancetta (ital. Speck)
2 Knoblauchzehen
etwas Olivenöl
100g Parmesankäse
Pfeffer aus der Mühle
Salz

Zubereitung:
  1. Die Pancetta in feine Stücke schneiden, Zwiebel schälen und fein (!) hacken und den Parmesan in grobe Schuppen reiben.

  2. Dann das Nudelwasser (mindestens ein dreiviertel Liter pro 100g Nudeln) mit nicht zu wenig Salz aufsetzen und die Pasta bis zur gewünschten Bißfestigkeit kochen.

  3. Während die Pasta kocht: Knoblauchzehen zerdrücken und in etwas Olivenöl kräftig anbraten. Wenn der Knoblauch goldgelb ist, kann er weggetan werden, er dient nur zum Aromatisieren des Öls. Wer es intensiver mag, hackt den Koblauch und röstet ihn im Öl erst zusammen mit der Pancetta und den Zwiebeln.

  4. Nun im Knoblauchöl die Pancetta und die gehackte Zwiebel knusprig braten. Derweil für den Sugo die Eier mit dem geriebenenen Käse, der Petersilie und einer guten Dosis Pfeffer vermischen.

  5. Wenn die Pasta fertig ist, das Nudelwasser abgießen und die noch heiße Pasta mit dem Sugo in einer großen, vorgewärmten Schüssel gründlich mischen und die Zwiebel mit der Pancetta im heißen Öl darübergeben, erneut durchmischen. Kurz ziehen lassen und dann servieren!

Varianten des Grundrezepts:
  • je nach Geschmack kann statt Pancetta auch geräucherter Speck oder sogar Kochschinken verwendet werden
  • die Pancetta-Pfanne kann zur Aromatisierung mit Weißwein abgelöscht werden
  • der Parmesan kann durch Pecorino oder Grana Padano ersetzt werden
  • der Sugo läßt sich mit Schmand oder Sahne weiter verfeinern


   Lasagne alla bolognese


Zutaten für vier Personen:

2 Packungen Lasagnenudeln
2 Zwiebeln
etwas Öl von eingelegten getrockneten Tomaten
2 Dosen gehackte Pizzatomaten (oder feingehackte eigene Ernte)
400g gemischtes Hackfleisch
2 Packungen Mozzarella (250g Abtropfgewicht)
4 große Karotten
je 2 Paprika, rot und gelb
2 Knoblauchzehen
gut 100g Parmesankäse
Salz
50g Mehl
ein reichlicher halber Liter Milch
Prise Zucker
Tomatenmark
Oregano und weitere Kräuter nach Geschmack, z.B. Petersilie, Thymian, Basilikum, Rosmarin, Liebstöckel, Salbei, süßer Paprika. Gehackt hinzugeben oder nach dem Kochen entfernen.
Muskatnuß

Zubereitung:
  1. Die Zwiebeln schälen und fein zerteilen, das Gemüse putzen und in feine Stücke schneiden.

  2. Zuerst zum Sugo: das Hackfleisch und die Zwiebeln in etwas Oliven- oder Sonnenblumenöl kräftig anbraten, dabei salzen und dann mit den Tomaten ablöschen. Nun die Karotten und Paprika hinzufügen und mit den Kräutern würzen. Der Knoblauch wird je nach gewünschter Intensität durch die Knoblauchpresse gegeben oder als ganze Zehen, aber angedrückt, hinzugegeben. Das Ganze sollte dann mindestens eine halbe Stunde unter gelegentlichem Umrühren sanft vor sich hin köcheln. Eine Prise Zucker und ein Schuß des Tomaten-Öls bringen den Geschmack der Tomaten noch weiter hervor. Der Sugo sollte nicht zu flüssig sein, mit etwas Tomatenmark (ersatzweise etwas Nudelwasser) kann man ihn während des Köchelns weiter andicken.

  3. Während der Sugo köchelt, kann der Parmesan gerieben, die Mozzarella in Scheiben geschnitten und die Béchamelsauce zubereitet werden. Dazu werden 50g Mehl in 50g Butter vorsichtig angeschwitzt, das Mehl darf nicht braun werden. Danach wird portionsweise die heißgemachte Milch mit dem Schneebesen eingerührt. Achtung: keine Klümpchen produzieren! Ein wenig Salz hinzufügen und ggf. mit weiterer Milch auf eine noch nicht zu dickflüssige Konsistenz einstellen. Die Béchamelsauce mit etwas Muskatnuß abschmecken.
  4. Eine feuerfeste Form mit Butter oder Olivenöl ausstreichen und auf den Boden eine dünne Schicht Béchamelsauce aufbringen. Nun die erste Lage Lasagnenudeln auflegen, die Nudeln sollten eng liegen, müssen sich aber nicht überdecken. Auf die Nudeln ein nicht zu dünne Schicht Sugo aufbringen und etwas Béchamelsauce darauf und darauf etwas Parmesan vor der nächsten Nudellage. In dieser Art wird die Form zu etwa drei Vierteln gefüllt. Auf die oberste Lage der Lasagnenudeln kommt der Rest der Béchamelsauce, die wiederum mit der Mozzarella und einer ordentlichen Lage Parmesan bedeckt wird. Wer mag, kann noch Butterflöcken daraufstreuen.

  5. Die Form kommt nun bei 180-200° für gut 20-30 Minuten in den Ofen, bis der Parmesan zu einer schönen goldenen Kruste geschmolzen ist und die Lasagne am Rand friedlich blubbert.

Varianten des Grundrezepts:
  • je nach Geschmack und Saison können die Paprika durch gehackte Oliven, Paprikapaste, Zucchini, Auberginen, Mais, Erbsen oder Sellerie ergänzt oder ersetzt werden
  • auch als all'arrabiata (scharf) sehr lecker: Chilipulver oder Peperoni machen es möglich. Vorsicht bei der Dosierung!
  • vor dem Hinzufügen der Tomaten kann das Hackfleisch mit Rotwein abgelöscht werden
  • der Sugo und die Béchamelsauce können mit Crème Fraîche, Schmand oder Sahne verfeinert werden
  • Ricotta im Sugo ist ebenfalls fein
  • fleischlos schmeckt's auch, hierfür den Gemüseanteil erhöhen. Dann "darf" man aber eigentlich nicht mehr "alla bolognese" dazu sagen.
  • "Fanatiker" kochen die Lasagennudeln vor.


   Spaghetti veloce - schnelle Spaghetti


Zutaten für eine Person:

90g Spaghetti
1 ganz kleine oder halbe Zwiebel
etwa 100ml Milch
etwas Olivenöl
einen Eßlöffel Kräuter-Crème Fraîche
Parmesankäse
Pfeffer aus der Mühle
Tomatenmark
Oregano und weitere Kräuter nach Geschmack, z.B. Petersilie, Thymian, Basilikum, Rosmarin, Liebstöckel, Salbei. Gehackt hinzugeben oder nach dem Kochen entfernen.
Salz

Zubereitung:
  1. Das Nudelwasser (etwa 1 Liter) mit nicht zu wenig Salz aufsetzen und die Pasta bis zur gewünschten Bißfestigkeit kochen.

  2. Derweil die Zwiebel schälen und fein (!) hacken und den Parmesan reiben.

  3. Die Kochzeit der Spaghetti reicht auch noch für den schnellen Sugo: die Zwiebel in etwas Olivenöl anbräunen, die Milch, einen Eßlöffel Crème Fraîche und einen Eßlöffel Tomatenmark hinzugeben und das ganze mit den Kräutern kurz köcheln lassen. Pfeffern.

  4. Wenn die Pasta fertig ist, das Nudelwasser abgießen und die Pasta mit dem Sugo auf dem Teller anrichten. Darüber Parmesan nach Geschmack.

Varianten des Grundrezepts:
  • man kann etwas fein gewürfelten Kochschinken hinzufügen
  • auch kleingeschnittene Wiener Würstchen sollen von italophoben Zeitgenossen schon eingesetzt worden sein
  • der Parmesan kann durch Pecorino, Grana Padano oder andere intensive Sorten ersetzt/ergänzt werden
  • auch gut geeignet, wenn Spaghetti ohne Sugo übriggeblieben sind


   Tortellini alla Salvia - Tortellini in Salbeibutter


Zutaten für zwei Personen:

250g frische oder 200 g getrocknete Tortellini mit Ricotta-haltiger Füllung
50g Butter
Parmesankäse
20 Salbeiblätter direkt von der Pflanze
Salz

Zubereitung:
  1. Das Nudelwasser (gut 2 Liter) mit nicht zu wenig Salz aufsetzen und die Pasta bis zur gewünschten Bißfestigkeit kochen.

  2. Derweil die Salbeiblätter pflücken, ggf. waschen, entstielen und den Parmesan reiben.

  3. Die Salbeiblätter in der Butter frittieren, bis sie kroß sind - Achtung: schnell werden Sie dunkelbraun und bitter!

  4. Wenn die Pasta fertig ist, das Nudelwasser abgießen und die Pasta auf dem Teller anrichten, die heiße Salbeibutter mit den frittierten Blättern darüber geben. Dazu Parmesan nach Geschmack.

Varianten des Grundrezepts:
  • Variieren Sie die Füllung der Tortellini


   Spaghetti aglio ed olio


Zutaten für zwei Personen:

200g Spaghetti
2 Eßlöffel gehackte Petersilie
2 Knoblauchzehen
gehackte Chilischote
etwas Olivenöl
Parmesankäse
Salz

Zubereitung:
  1. Das Nudelwasser (etwa 2 Liter) mit kräftig Salz aufsetzen (der Sugo wird ohne Salz bereitet) und die Pasta bis zur gewünschten Bißfestigkeit kochen.

  2. Die Knoblauchzehen schälen und den Parmesan in grobe Schuppen reiben.

  3. Während die Pasta kocht: Knoblauchzehen zerdrücken und mit der gehackten Chilischote (Schärfe nach Geschmack!) in etwas Olivenöl kräftig anbraten. Wenn der Knoblauch goldgelb ist, kann er weggetan werden, er dient nur zum Aromatisieren des Öls. Wer es intensiver mag, hackt den Knoblauch fein und läßt ihn im Öl

  4. Wenn die Pasta fertig ist, das Nudelwasser abgießen und die noch heiße Pasta zum Sugo in der Pfanne geben, dann auf den Tellern anrichten. Die gehackte Petersilie darübergeben und durchmischen. Wer es mag, kann Parmesan darüberstreuen.

Varianten des Grundrezepts:
  • Spaghettini statt Spaghetti


   Farfalle con piselli - Schmetterlingsnudeln in Erbsen-Sahnesauce


Zutaten für zwei Personen:

200 g Farfalle (Schmetterlingsnudeln)
fünf Eßlöffel Kräuter-Crème Fraîche oder Schmand
eine Tasse Zuckererbsen (tiefgefroren oder frisch)
100g Kochschinken
200ml Milch
Parmesankäse
Tomatenmark
Muskatnuß, Rosmarin
Salz

Zubereitung:
  1. Das Nudelwasser (gut 2 Liter) mit nicht zu wenig Salz aufsetzen und die Pasta bis zur gewünschten Bißfestigkeit kochen.

  2. Derweil die Erbsen garen, den Kochschinken fein würfeln und den Parmesan reiben.

  3. Die Milch mit der Kräuter-Crème Fraîche oder dem Schmand erhitzen, mit etwas Tomatenmark rosa färben und binden und die gegarten Erbsen und den Kochschinken hinzugeben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß abschmecken.

  4. Wenn die Pasta fertig ist, das Nudelwasser abgießen und die Pasta auf dem Teller anrichten, den Sugo darüber geben. Dazu Parmesan nach Geschmack.

Varianten des Grundrezepts:
  • Tortellini, z.B. mit Ricottafüllung passen auch sehr gut zu diesem Sugo
  • ein wenig Rosmarin statt Muskatnuß




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