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Reiseinformationen für Italien - Infos für Ihren Urlaub oder beruflichen Aufenthalt in Italien


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Urlaub in Italien

Die beliebtesten Urlaubsregionen in Italien sind immer noch die Adria, die Toskana und Südtirol. Bei den Städtereisen sind Rom, Venedig, Florenz und Mailand am gefragtesten - und entsprechend überlaufen.

Bei der Auswahl und Buchung von italienischen Ferienwohnungen und Hotels gibt es eigentlich nichts Spezielles zu beachten, vielleicht mit der Ausnahme, dass das Bewertungssystem für Hotels mit Sternen in Italien nicht genau unserem Deutschen entspricht. Zudem ist es sehr relativ zu betrachten, u.a. nach Größe und Lage des Ortes.
Für unsereinen eher ungewohnt ist, dass das Doppelbett ("letto matrimoniale") in der Regel eine gemeinsame Decke für beide Betten hat.

Italienische Hotels, Pensionen und Ferienwohnungs-Vermieter müssen ihre Gäste anmelden und werden daher beim Einchecken Ihren Ausweis verlangen.

Quartiere finden Sie auf folgenden Übersichtsseiten:
 
Vor Ort erhalten Sie Hilfe bei der Quartiersuche und Reisetipps z.B. zum aktuellen kulturellen Angebot unter der Servicehotline "EasyItalia" 039 039 039 (italienische Landesvorwahl) zum Ortstarif, sieben Tage die Woche von 9 - 22 Uhr.
Hinweis: diese Servicenummer ist derzeit nicht aktiv.

Anreise mit dem Auto:

Aus Richtung Norden können Sie über eine Vielzahl von Straßen nach Italien gelangen. Die wichtigsten seien hier dargestellt (Mautpreise: Vorverkauf bei den Automobilclubs in D ist u.U. billiger):


gelb = Autobahn, weiß = Landstraße

Nr. Legende Mautpflicht Höhe in m Länge in km Anmerkung
PKW Motorrad Paß Tunnel Tunnel
(A) Arlberg-Tunnel/Paß ja (Tunnel) ja (Tunnel) 1793 - 14 Tunnel: einzige wintertaugliche Querverbindung Vorarlberg - Tirol
Arlberg-Schnellstraße: pickerlpflichtig!
(F) Fernpaß - - 1216 - - Verkehrsreiche Bundesstraße, da Verlängerung der deutschen A7
(K) Korridor-Vignette nicht mehr möglich (s.u.) reguläre Vignette reguläre Vignette - - -  
(0) Kleiner St. Bernhard-Paß - - 2188 - -  
(1) Montblanc-Tunnel ja ja - 1397 11,6 Mautpreis richtungsabhängig
(2) Großer St. Bernhard-Tunnel/Paß ja ja 2473 1925 5,8  
(3) Lötschberg-Bahnverladung Mo-Do: günstiger
Fr-So: teurer
ja -   15 Min  
(4) Simplon-Paß / Eisenbahntunnel - - 2005   19,8 Tunnel: keine Autoverladung
(5) Gotthard-Tunnel/Paß - - 2108 1150 16,3 Tunnel: Schweizer Autobahnvignette erforderlich
(6) San Bernardino-Tunnel/Paß - - 2065 1644 6,6 Tunnel: Schweizer Autobahnvignette erforderlich
(7) Splügenpaß - - 2113 - -  
(8) Julierpaß - - 2484 - -  
(9) Reschenpaß - - 1504 - -  
(10) Brennerpaß ja ja 1362 - - Sondermaut für Autobahn A13 (Innsbruck-Süd <=> Brennerpass), auf dieser Strecke ist kein Pickerl nötig.
Für die Autobahn A12 bis Innsbruck Süd ist ein Pickerl erforderlich, dazu italienische Autobahnmaut ab Staatsgrenze Brennerpass.
Brenner-Bundesstraße in A und I mautfrei
(11) Felbertauerntunnel ja ja - 1650 5,2  
(G) Großglockner-Hochalpenstraße ja ja 2571 - - 47,8 km lange Ausflugs- und Panoramastrecke - weniger zur Anreise nach Italien geeignet
(12) Tauernschleuse-Bahnverladung ja ja       keine Wohnmobile und Anhänger; nur bis 2,10 m Breite und 3,5 t Gewicht
(13) Tauernautobahn ja ja       Maut umfasst Tauerntunnel und Katschbergtunnel (auch einzeln zum halben Preis fahrbar).
(Z) Zirler Berg - -       Mautfreie Möglichkeit, zum Brenner zu gelangen (s.u.). Für Fahrräder (abwärts), die meisten PKW-Anhänger und für LKW wegen steiler Strecke gesperrt.

Der Schweizer Franken wird teilweise nach Tageskurs umgerechnet, wenn das für den Betreiber günstiger ist.

Wer über München, Garmisch und den steilen Zirler Berg ohne "Pickerl" zum Brenner möchte, muss in Zirl Ost auf die Landstraße 171 abfahren (und dabei aufpassen, nicht geradeaus auf die Autobahn zu geraten!) und dann z.B. über Innsbruck auf die Brennerbundesstraße fahren.
Man kann auch wieder in Innsbruck Süd pickerlfrei auf die Brennerautobahn, zahlt dann aber die Sondermaut (s.o. [10]).

Am stärksten frequentiert sind die Autobahnen über den Brenner Richtung Verona und über den Gotthard oder San Bernardino (in der Schweiz teilweise Landstrasse ohne Überholmöglichkeit) in Richtung Mailand.
Auf der Brennerautobahn gilt für PKW mit Anhängern ab 750 kg und LKW ab 7,5t (jew. zul. Ges.gew.) vom Brenner bis Modena Überholverbot, vom Brenner bis Bozen Süd rund um die Uhr, südlich von Bozen Süd von 6 - 22 Uhr. Wohnwagengespannfahrer haben hier also nicht viel Spaß.

Für Wohnmobile über 3,5t zulässigem Gesamtgewicht (nicht tatsächlichem Gewicht!) gelten viele teure Sonderregelungen auf den Autobahnen durch die Alpen. Sie werden mittlerweile nahezu LKW gleichgestellt.

Beachten Sie, daß alle Routen über die Alpen führen und daher noch spät im Frühjahr und bereits im Herbst für unangenehme winterliche Überraschungen sorgen können. Einen aktuellen Alpenstraßenbericht (Befahrbarkeit der Pässe) erhalten Sie bei den Automobilclubs, z.B. beim ACE unter "Alpenpässe".

Hinweise auf aktuelle Verkehrsinformationen (wie Staus, Behinderungen durch winterliche Verhältnisse und Sperren) und aktuelle Webcams finden Sie auch auf der Auto-Reiseseite.

Große und kleine Alpenstraßen finden Sie ausführlich beschrieben in "Großer Alpenstraßen-Führer", Denzel-Verlag, Innsbruck, dem ich einige der genannten Informationen entnommen habe. Näheres bei Amazon.de.

Fahrten durch Österreich : es besteht hier Meldepflicht für Unfälle mit Personenschaden. Bereits bei dem kleinsten Kratzer ist die Polizei zu verständigen, sonst drohen bis über 2000 € Strafe. Wer die Polizei ruft, obwohl es nicht notwendig gewesen wäre (nur kleinerer Blechschaden, Fahrer sind sich im wesentlichen einig), zahlt € 36,- Gebühren. Weiterhin sind Winterreifen bei Schneematsch, Schnee oder Eis auf der Fahrbahn für PKW zwingend vorgeschrieben (jeweils vom 1.11. bis 15.4.), Motorräder u. ä. sind davon ausgenommen (Quelle: ÖAMTC).
Übertretungen von mit "IG-L" gekennzeichneten Geschwindigkeitsbegrenzungen (Autobahn) werden als Umweltdelikte verfolgt, die noch teurer sind als "reguläre" Verkehrssünden. Achtung: die IGL-Begrenzung auf Tempo 100 gilt nun auch auf vielen Autobahnteilstücken in Tirol!

Was hat sich in Italien und den Transitländern Schweiz und Österreich in letzer Zeit geändert oder wird sich ändern? Hier geht's zur aktuellen Zusammenfassung.

Österreichische und Schweizer Autobahnen und Schnellstraßen dürfen, von wenigen Ausnahmen abgesehen (zusätzliche Maut wird wie oben dargestellt fällig), nur mit einer kostenpflichtigen Vignette befahren werden. Sie erhalten sie an den Grenzen oder vorab bei den Automobilclubs. Die Preise betragen:

  10-Tages-Vignette 2-Monats-Vignette Jahres-Vignette
PKW Motorrad PKW Motorrad PKW Motorrad
Österreich 8,80 € 5,10 € 25,70 € 12,90 € 85,70 € 34,10 €
Schweiz - - 40 SFr

Achtung: die Korridorvignette für den Pfändertunnels gibt es seit 2013 nicht mehr! Es ist nun ein reguläres (teures) "Pickerl" zu erwerben.

Beide österreichische und schweizer Jahresvignetten sind schon ab dem 1.12. des Vorjahres gültig und laufen erst Ende Januar des Folgejahres ab.
Wer in Österreich auf einer mautpflichtigen Strecke ohne das obligate Pickerl erwischt wird, zahlt mindestens € 120,-.

Eine Glosse zum Thema Vignetten finden sie hier.

Für Vielfahrer bestehen oftmals die Möglichkeit von Rabatten und eigene Fahrspuren, mit denen registrierte Benutzer Mautstellen ohne anzuhalten passieren können (A: Videomaut, I: telepass).

Tipp: für die östereichische Videomaut können einzelne Fahrten vorab via Internet (Kreditkarte erforderlich) gekauft werden. Das kostet nichts extra, erspart aber das Anstehen am Mauthäuschen (allerdings nicht unbedingt den Stau vor der Mautstelle). Sie müssen dazu auch noch nicht den Reisetag wissen, die vorausbezahlten Fahrten gelten bis zu einem Jahr. Allerdings müssen Sie sich auf ein Kfz-Kennzeichen festlegen.

Noch ein Tipp: bewahren Sie östereichische Mautquittungen (z.B. für die "Europabrücke") auf, solange Sie auf der Autobahn unterwegs sind. Wenn einen Rastplatz anlaufen, der auch eine Auf-/Abfahrt ermöglicht, müssen Sie sie u.U. vorzeigen können oder noch einmal zahlen, wenn Sie wieder auf die Autobahn wollen.

Autobahnen in Italien:

Die Hintergrundfarbe für Schilder, die die Autobahn betreffen, ist grün (in D: blau):



Blaue Schilder betreffen in Italien Land- und Schnellstraßen, nicht Autobahnen.

Außerorts muß grundsätzlich mit Abblendlicht gefahren werden, nicht nur auf Autobahnen.

Die meisten Autobahnen sind mautpflichtig. Schnellstraßen und "Superstrade", z.B. Florenz-Siena sind kostenfrei. Bei der Einfahrt in die Autobahn müssen sie ein Ticket ziehen, anhand dessen bei der Ausfahrt der Preis ermittelt wird. Vergessen Sie, das Ticket zu ziehen oder verlieren Sie es, zahlen Sie bei der Ausfahrt den Maximalpreis. Es gibt aber auch einige Strecken mit Pauschalpreis ohne vorheriges Ticketziehen, mit Abrechnung am Anfang oder Ende der Teilstrecke. Bezahlt werden kann bar, mit der ViaCard (gibts z.B. mit 25 Euro bei den Automobilclubs, an den "Punto blu" und an den Grenzen) und meist auch mit Kreditkarte (ohne PIN und Unterschrift) und neuerdings Maestro-Karten. Eine Quittung gibt es mit dem Knopf "(Richiesta) Scontrino" oder "premere per ricevuta". "Introdutte il denaro" heißt "Zahlen Sie"/"Stecken Sie den Betrag in den Automaten", "Non si accettano" bedeutet "wird nicht angenommen", z.B. Kleingeld, große Scheine.

Für Kartenzahler gibt es ggf. eigenen Spuren (erkenntlich an Schildern mit "Carte", "VISA", "Carta Si!"), hier geht dann i.d.R. mit Bargeld nichts! Sie können aber meist auf Knopfdruck Hilfe ("assistenza / serve aiuto / richiesta di intervento") rufen (siehe weiter unten).

Wenn auf dem Schild über der Spur Geld und eine Hand sichtbar sind, ist hier kein Automat, sondern ein Mensch am Schalter.

"Telepass"-Spuren mit automatischer Abrechnung sind für Vielfahrer gedacht und nur für angemeldete Teilnehmer erlaubt. Wenn Sie versehentlich eine solche Spur erwischen, fahren Sie keinesfalls rückwärts, sondern unbedingt durch und zahlen an der nächsten Maustelle oder einem "Punto blu" unter Angabe des Kennzeichens (Tip von Ludger Gorschlüter aus Mailand). Tipp von mir: in Südtirol spricht man deutsch.

Ausführliche Infos zu Telepass und Viacard finden Sie auch unter Tolltickets.com.

Wenn Sie irrtümlich eine falsche Spur erwischen, nicht genug Bargeld dabeihaben oder die Kartenzahlung mißlingt, fahren Sie keinesfalls rückwärts, sondern fordern an der Schranke per Knopfdruck Hilfe ("assistenza / serve aiuto / richiesta di intervento") an.
Sie erhalten eine Quittung, mit dem Sie an der nächsten Maustelle oder einem "Punto blu", teilweise auch von daheim noch zahlen können. Automobilclubs helfen ggf. ihren Mitgliedern weiter.

Auf der Autobahn "Pedemontana Lombarda" zwischen Gallarate und Lentate sul Seveso und den Umgehungsstrassen von Varese (von Gazzada nach Vedano Olona) und Como wird "Free Flow" eingesetzt. Das heißt: Sie fahren ohne Stop durch, werden dabeui gefilmt und müssen hinterher per Internet und Kreditkarte zahlen.

Achtung: Rückwärtsfahren und unerlaubter Spurwechsel im Mautstellenbereich, sowie auf Autobahnauf- und -abfahrten wird mit hohen Bußgeldern und/oder sofortigen Fahrverboten bestraft. Sogar Beschlagnahme des KFZ ist möglich! Gerne steht die "Polizia" auch am Rand und paßt auf.

Die zulässigen Geschwindigkeiten erfahren Sie in der nächsten Rubrik "Autofahren in Italien".

Große Infotafeln informieren aktuell über Straßenzustand, Temperatur und ggf. Staus. Diese werden auch von Warnfahrzeugen auf der Standspur angekündigt. Fackeln auf der Fahrbahn sollen vor Unfall/Baustelle warnen.

Da das Land großenteils gebirgig ist, sind die Kurven oftmals schärfer, die Fahrbahnbreite dafür geringer als von deutschen Autobahnen gewohnt. Dafür darf man in den meisten Tunnels mit normalem Autobahntempo fahren, ohne die hierzulande oft zu findende Beschränkung auf 80 km/h. Wo kein Schild, da keine (zusätzliche) Beschränkung.

Vorsicht: insbesondere Motorradfahrer sollten auch auf Autobahnen mit größeren Löchern im Asphalt rechnen.

Im Winter werden durchaus Autobahnen wegen Schnees gesperrt oder nur noch Fahrzeuge durchgelassen, die Schneeketten vorweisen können. Auf der Aostatal-Autobahn A5 ist Winterbereifung und das Mitführen von Schneeketten vom 15.10. bis 15.4. vorgeschrieben.

Privates Abschleppen auf der Autobahn ist generell verboten.

Autofahren in Italien / Verkehrsregeln Italien:

In vielen italienischen Städten gelten im Winter Fahrverbote wegen Luftverschmutzung. Betroffen sind natürlich auch ausländische KFZ. Es gelten die unterschiedlichsten Regelungen. Hier gibt es aktuelle Infos. Auch in den News werden Sie ggf. aktuell informiert.

Zudem hat Mailand eine Citymaut ("ecopass"-Infos bei der Stadt Mailand) eingeführt (in Palermo wurde sie schon wieder abgeschafft). Viele historische Altstädte z.B. in Arezzo, Bologna, Florenz, Lucca, Pisa, Pistoia, Prato, Rom, San Gimignano und Verona sowie in Bozen und Brixen (früher auch Meran und Bruneck) im Winter sind generell autofreie/verkehrsberuhigte Zonen, wären modernen großen Fahrzeugen teilweise ohnehin nur eingeschränkt zugänglich.

Praktisch alle dieser "zona a traffico limitato - ZTL" werden mittlerweile permanent mit Kameras überwacht und die Kennzeichen automatisch abgeglichen. Der Bußgeldbescheid (teilweise von offiziell beauftragten Privatfirmen) kommt dann zuverlässig und erreicht auch "Kunden" in Deutschland. Wenn Sie mit einem Mietwagen unterwegs sind, fallen zusätzlich zur Strafe hohe Gebühren der Mietwagenfirma an, die automatisch von Ihrer Kreditkarte abgebucht werden.

Auch für den öffentlichen Nahverkehr reservierte Spuren werden gerne per Videokamera überwacht: "controllo elettronico del transiti su corsia riservata". Auch hier kommt zuverlässig ein Bußgeldbescheid.

Hier gibt es (auf Englisch) weitere Infos am Beispiel Florenz.

Wenn Ihr Hotel in einer ZTL liegt, klären Sie die Zufahrtsmöglichkeiten am besten vorab mit dem Hotel ab. In vielen Städten ist unter Angabe des Kennzeichens eine Ausnahmegenehmigung tageweise/für die Dauer des Aufenthalts möglich, teilweise gegen Gebühr ("accesso a pagamento"). Motorräder sind teilweise vom Verbot ausgenommen, teilweise nicht.
Die Beschilderung einer ZTL kann recht kompliziert sein, die unten aufgeführten Begriffe helfen Ihnen beim Verständnis.

In u.a. Amalfi, Bologna, Florenz (Firenze), Lucca, Pisa, Rom , San Gimignano und Venedig (Venezia) gelten auch besondere Regeln für Reisebusse.
Das Farbleitsystem (Hintergrundfarbe) auf den Schildern ist anders als in D:
  • Autobahnen: grün (statt blau)
  • Landstraßen: blau (statt gelb)
  • Ortsschilder, Innerortshinweise bzw. untergeordnete Straßen: weiß
  • Sehenswürdigkeiten, Nahbereich: braun
Außerorts muß grundsätzlich mit Abblendlicht gefahren werden, nicht nur auf Autobahnen. Dies gilt für alle Kraftfahrzeuge (auch PKW, LKW, ...), nicht nur für Motorräder. Dafür wird innerorts oft mit Standlicht gefahren.
Im PKW ist das Mitführen mindestens einer Warnweste (nach EN 471) obligatorisch. Westen müssen bei Unfall oder Panne von allen auf der Fahrbahn befindlichen Personen getragen werden. Nicht im Kofferraum, sondern griffbereit lagern!
Motorräder sind (noch) nicht betroffen.

Hinweise auf aktuelle Verkehrsinformationen (Staus, Behinderungen durch winterliche Verhältnisse und Sperren) und aktuelle Webcams finden Sie auf der Auto-Reiseseite.

In Südtirol und der Provinz Mailand gilt ab 15.11. Winterreifenpflicht bis 15.4. des Folgejahres. Wer lieber auf Sommerreifen unterwegs ist, muss Schneeketten mitführen, aber auf der Brennerautobahn, in Bozen und allgemein für LKW ab 3,5t und Busse sind die Winterreifen obligatorisch.
Zur Aostatalautobahn siehe oben.

Wie in Deutschland: Winterreifen (Kennzeichnung mit "M&S" oder ähnlich) dürfen das ganze Jahr gefahren werden. Ist der Geschwindigkeitsindex der Reifen niedriger als in der Zulassungsbescheinigung vorgesehen, im Sichtfeld des Fahrers ein Warnschild mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit der montierten Winterreifen anzubringen.
Abweichend zu Deutschland darf in Italien aber nur im Winterhalbjahr, also vom 15.10. bis zum 15.5. der Geschwindigkeitsindex auf den Reifen niedriger sein als jener, der in der Zulassungsbescheinigung vorgesehen ist, und generell nicht niedriger als Q (160 km/h).

Im Italien herrscht Gurtpflicht auf allen Sitzplätzen. Der Fahrer ist theoretisch verpflichtet, das zu kontrollieren und haftet für seine minderjährigen Beifahrer mit, im Falle eines Unfalls sogar für alle nicht angeschnallten Personen.

Die Diskrepanz zwischen einer Vielzahl von komplizierten Vorschriften und ihrer Nichtbefolgung durch die Einheimischen ist im italienischen Straßenverkehr besonders hoch, also: keine Panik ob der vielen hier genannten Regelungen. Am besten schwimmt man mit dem Verkehr mit, das Motto lautet generell: Frechheit siegt!
Italiener fahren flexibler ("kreativer"), als es in D üblich ist. Niemand pocht stur auf sein vermeintliches Recht. Wenn einem ein Überholer entgegenkommt, wird ausgewichen, nicht lichthupenblinkend draufgehalten, wie in D. Dafür wird dann allerdings teilweise rücksichtsloser gedrängelt und gerast.

Je weiter nach Süden Sie kommen, desto mehr werden Verkehrsregeln als eher unverbindliche Empfehlung betrachtet. Aber: durch den Punkteführerschein ist die Verkehrsdisziplin in Italien deutlich besser geworden. Auch sind Radarfallen deutlich häufiger geworden, auf Autobahnen, Schnell- und Landstraßen teilweise fest installiert, z.B. auf Schilderbrücken (Vorsicht rund um Florenz und auf der Strecke FI-PI-LI), auch als Mülltonne oder Baukübel (in Baustellen) getarnt, auch als mobile Anlage. Gerne stehen auch einmal mehrere hintereinander und blitzen in beide Richtungen.

Wenn Sie bei einer Verkehrssünde erwischt werden, wird es sehr teuer und unter Umständen ist sogar ein (nur in Italien gültiges) Fahrverbot fällig, sprich: der Führerschein kommt per Post zurück. Wenn Sie nicht gleich bar zahlen können, kann sogar das Auto vorübergehend beschlagnahmt werden. Mit etwas Glück begleitet die Polizei Sie zum nächsten Bancomaten.

Generell sind die Bußgelder in Italien exorbitant höher, als die in Deutschland für dasselbe Vergehen verhängten Summen! Zur Sommereisezeit werden sie zudem jedes Jahr verläßlich weiter erhöht.
Allerdings bekommen Sofortzahler (innerhalb 5 Tagen) seit Ende August 2013 30% Rabatt eingeräumt.

Bei Parkverstößen ist ein weißer Zahlschein angehängt, mit dem der Betrag innerhalb von 5 Tagen bei jedem Postamt eingezahlt werden kann. Danach wird es teuer!

Ausländische Bußgelder über 70 € können EU-weit eingetrieben werden. Auch aus Italien! Dabei zählt das Ausstellungsdatum des Bußgeldbescheides, was in Italien bis zu drei Monate (früher sogar ein Jahr) nach der Tat dauern kann. Die Tücke dabei: Nichtbeachtung eines Bußgeldbescheids führt zu einem Protokollbescheid mit (nach 60 Tagen) verdoppelter Geldbuße. Da sind die 70 € dann wohl in jedem Fall erreicht. Wer nicht zahlt und auch von den hiesigen Behörden nicht dazu angehalten wird, sollte sich in Italien besser für längere Zeit nicht mehr kontrollieren oder erwischen lassen: in Italien verjähren Verkehrssünden erst nach 5 Jahren.

Die farbigen Randstreifen und Schraffierungen haben eine Bedeutung: blau steht für gebührenpflichtigen Parkplatz, gelb und schwarzgelb für Parkverbot (oder Behinderten- Parkplatz, auf Beschilderung achten). Grüne Markierungen bedeuten spezielle Einschränkungen (siehe Beschilderung). In Bozen darf auch an weißen Linien nicht einfach so geparkt werden. Parkverbote sollten Sie unbedingt beachten, denn unter Umständen müssen Sie gleich zahlen: es werden auch Parkkrallen verwendet. Für die Parkplatzsuche finden Sie auch hier Infos, leider nur auf Italienisch.

Die bekannten Tourismusorte sind in der Saison heillos überfüllt, die Parkplätze erst recht. Im August ist auch ganz Italien unterwegs. Höhepunkt ist der 15.8. ("ferragosto"), hier bekommt man u.U. sogar Probleme, einen Tisch im Restaurant in Ausflugsorten zu ergattern.

Die grüne Versicherungskarte ist zu empfehlen, wenn auch nicht mehr vorgeschrieben. Der ÖAMTC berichtet, daß die Polizei den Führerschein bei einem Unfall sonst eventuell einbehält. Mit einem Euro-Kennzeichen wird in A, CH, F und I der "D"-Aufkleber nicht mehr benötigt.

Wer noch einen alten grauen Führerschein ("Lappen") hat, könnte theoretisch bei einer Polizeikontrolle erleben, dass der Polizist diesen alten, deutschen Führerschein nicht er- und damit nicht anerkennt, obwohl er natürlich auch in Italien nach wie vor gilt.
Wer diesbezüglich ganz auf Nummer sicher gehen will, findet bei der Verbraucherzentrale NRW Musterschreiben zur Anerkennung von Führerscheinen in allen europäischen Sprachen zum Mitführen.

In Italien schalten die Ampeln ("semaforo") von Rot direkt auf Grün, die Rotgelbphase zum Aufwachen entfällt.
Achtung: in Süditalien wird eine rote Ampel oft nur als Empfehlung betrachtet. Aufpassen, auch wenn man grün hat!

In der Fahrbahnmitte gibt es oft kurze Einfädelspuren für einbiegende Linksabbieger, die es so leichter haben, auf Tempo zu kommen.

Kreisverkehr Italien ("rotatoria"): wenn keine Schilder stehen, gilt rechts vor links, also: Einfahrende haben Vorfahrt. Geblinkt werden soll erst beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr. Bei mehrspurigen Kreiseln ist die rechte Spur für die nächste Ausfahrt gedacht, die anderen fahren innen. In jedem Falle: gut aufpassen, im Kreisel geht es gerne mehrspurig-chaotisch zu!
Generell haben Fahrspurmarkierungen bestenfalls Empfehlungscharakter.

Zebrastreifen werden in Italien von den Autofahrern weitgehend ignoriert, halten Sie also als Autofahrer nicht unvermittelt an und vertrauen Sie als Fußgänger nicht darauf, dass Sie jemand herüberlassen wird. Gerne wird der Haltende dann noch überholt. Blickkontakt wird empfohlen.

Im Aosta-Tal gilt vom 15. Oktober bis 15. April Winterreifenpflicht (Schneeketten sind mitzuführen). Italien ist ein recht gebirgiges Land - bei entsprechenden Bedingungen kann die Winterreifen- oder Kettenpflicht auch in anderen Gegenden verhängt werden. Auch auf Autobahnen kann es passieren, das nur noch durchgelassen wird, wer Schneeketten vorweisen kann (allerdings nicht zur klassischen Badeurlaubszeit).

In Italien sind helle Autos sehr verbreitet. Warum das so ist, können Sie im Sommer sehr einfach ausprobieren. Eine Klimaanlage ist dann angenehmer als ein Cabrio.

Wenn Sie nicht mit dem eigenen Auto unterwegs sind, sollten Sie eine Vollmacht ("delega") in Italienischer Sprache mitführen. Eine Kopie des Mietvertrags bei Leihwagen, Wohnmobilen etc. kann nicht schaden, ist aber nicht Pflicht.

Reservekraftstoff darf bis zu 10l ein- und mitgeführt werden, dies gilt auch in den angrenzenden (Transit-)Staaten.
Achtung: es ist nur einer und nur ein nach "UN homologierter" (also als sicher geprüfter und gekennzeichneter) Reservekanister erlaubt.
Da es sich z.B. in Österreich sehr viel billiger tankt als in Südtirol wird immer häufiger kontrolliert.

Die zulässigen Geschwindigkeiten betragen:
  Autobahn
(grüne Schilder)
Schnellstraße
(blaue Schilder)
Außerorts Innerorts
PKW; Wohnmobil
weniger als 3,5t;
Motorrad; Roller
130 bzw. 110/130/150* je nach Beschilderung
Fahranfänger: 100
Nässe/Regen: jew. 20 km/h weniger
110/90 je nach Beschilderung
Fahranfänger: 90
Nässe/Regen: 90
90, nicht 100! 50
Gespann
PKW mit Anhänger
80 70 70 50
Wohnmobil
ab 3,5t
100 100
(90)
80 50
*: Die angekündigte Erlaubnis von Tempo 150 ist nach wie vor nur Theorie.
Als Fahranfänger ("neopatentato") gilt man bis 3 Jahre nach Führerscheinerwerb.

An den Landesgrenzen stehen dazu die folgenden Informationen:

(Füssen) (Reschenpass) (Weißhaus) (Martina)


An Baustellen wird die Geschwindigkeit oft auf 40 oder noch weniger km/h begrenzt. Wer sich daran hält, riskiert schon mal einen Auffahrunfall, da diese Schilder offenbar eigentlich nur als Hinweis "Achtung, Baustelle!", gedacht sind.

An größeren Kreuzungen kann man regelmäßig unter die Fensterputzer fallen, Wenn man das nicht möchte, schaut man sich am besten an, wie die Einheimischen reagieren.

In Italien und Österreich wird die Geschwindigkeitsüberwachung teilweise per "Tutor-System" bzw. "Section Control" durchgeführt. Das heißt, dass aus der Fahrtzeit für einen vorgegebenen Bereich die Durchschnittsgeschwindigkeit errechnet wird, um auch aufmerksame Blitzersucher zu erwischen. Liegt die errechnete Geschwindigkeit höher als zulässig, wird ein teilweise sehr deftiger "Expresszuschlag" verlangt.

Die Straßenverkehrsordung Italien sieht weiterhin vor:
Ragt die Ladung hinten auch nur gering über Ihr Fahrzeug hinaus (z.B. Fahrräder auf Heckträger, auch bei Wohnmobilen), müssen sie diese mit einer geprüften(!), 50 x 50 cm großen, rot-weiß gestreiften Warntafel mit Reflektoren kennzeichnen. Die Metallausführung ist eigentlich nicht vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen.
Auch ein leerer, zusammengeklappter Heckträger gilt schon als herausragende Ladung!

Kinder unter 1,50 m dürfen nur mit zugelassenem Kindersitz befördert werden, bei Kleinkindern gelten analoge Regelungen wie in D.

Die Promillegrenze ist 0,5 (wie in D). Händisches Telefonieren während der Fahrt ist verboten, daran hält sich allerdings nach wie vor praktisch niemand.

Anhalter sollten tunlichst nicht mit über Landesgrenzen genommen werden, da für die Beihilfe zur illegalen Einreise Haftstrafen drohen. Auch im Lande selbst kann es bei Kontrollen Erklärungsnotstand geben.

Wichtige Begriffe im italienischen Straßenverkehr:
  • accendere i fari/luci = Licht einschalten
  • accesso = Zufahrt, Zugang, Einfahrt
  • accesso controllato da telecamere = Zufahrt, Zugang, Einfahrt wird per Video überwacht (Kennzeichenabgleich)
  • accesso a controllo telematico = Zufahrt, Zugang, Einfahrt wird elektronisch überwacht
  • accesso a pagamento = Zufahrt kostet (nur mit bezahltem Ticket erlaubt)
  • ad oltranza = bei Überschreitung (der Grenzwerte)
  • allagato = überschwemmt
  • alt stazione = Halt - Mautstelle/Grenze o.ä.
  • aperto = geöffnet
  • aperto 24 ore = rund um die Uhr geöffnet (z.B. Tankstellen, teilw. nur per Automat)
  • area cantiere = Baustelle
  • area pedonale = Fußgängerzone
  • area (di) servizio = Tankstelle / Rastplatz an Autobahnen
  • area sucessiva = nächste Tankstelle / Rastplatz an Autobahnen
  • aria pulita = saubere Luft
  • attenti al cane = Vorsicht vor dem Hund
  • attenzione = Achtung
  • attivo = in Betrieb, aktiv
  • auto/macchina catalizzata = Auto mit Katalysator
  • auto/macchina non catalizzata = Auto ohne Katalysator
  • autobus urbano = Stadtbus
  • autogrill = Raststätte an der Autobahn
  • autorizzato = erlaubt/zugelassen/ermächtigt
  • autostrada = Autobahn
  • benzinaio = Tankwart
  • biglietto = Fahrschein (Bus, Bahn etc)
  • biglietto prepagato = Ticket (z.B. Parkschein, vorauszuzahlen)
  • bloccato = gesperrt
  • blocco/blocchi = Sperre/Sperren
  • blocco sospeso = Sperre (vorübergehend) aufgehoben
  • caduta sassi = Steinschlag
  • cantiere = Baustelle
  • carabinieri = Polizei (eigentlich eine Militäreinheit mit Polizeiaufgaben)
  • carico = beladen
  • casco = Helm
  • catene da neve = Schneeketten
  • causa = wegen
  • causa lavori = wegen Baustelle
  • centro = Zentrum
  • centro storico= Altstadt
  • cintura di sicurezza= Sicherheitsgurt
  • città = Stadt
  • città alta = Oberstadt
  • città bassa = Unterstadt
  • chiuso = geschlossen, außer Betrieb
  • circolare - fahren/verkehren
  • circolazione - Verkehr
  • coda / code = Stau / Staus
  • con filtro = mit Rußfilter (Diesel)
  • con il/la ... = bei ...
  • conducente= Fahrer (Fahrzeuglenker)
  • continua= Fortsetzung (z.B. bei Geschwindigkeitsvorschriften)
  • contravvenzione= Strafzettel
  • controllo della velocità= Geschwindigkeitsüberwachung (z.B. Radar, Streckenüberwachung)
  • controllo elettronico= Elektronische Überwachung (z.B. Kamera)
  • controllo telematico= Elektronische Überwachung (z.B. Kamera)
  • corsia bus = Busspur / Buszufahrt
  • corsia riservata = z.B. für Busse reservierte Fahrspur
  • croce bianca/rossa = Weißes/Rotes Kreuz (Erste Hilfe-Organisationen)
  • da ... a = von ... bis
  • deviazione = Umleitung
  • disco orario = Parkscheibe
  • dissuasore = Bodenwelle
  • dissuasore mobile = Schwelle zur Verkehrsberuhigung
  • distanza di sicurezza = Sicherheitsabstand
  • distributore = Tankstelle/Tankwart
  • diurno = tagsüber, am Tag
  • divieto di acesso = Zufahrt / Zutritt verboten, idR auch Halteverbot
  • divieto di sorpasso = Überholverbot
  • divieto di sosta = Halte- bzw. Parkverbot, z.B. an Einfahrten
  • divieto di transito = Ein-/Durchfahrt verboten
  • divieto totale (della circolazione) = vollständiges (Fahr-)Verbot
  • domenica ecologica = autofreier Sonntag
  • due tempi = Zweitakt (z.B. bei Vespas)
  • eccetto = außer / ausgenommen
  • effetuare il pagamento tramite = zu bezahlen bei/mittels
  • entrata solo per ... = Zufahrt/Zugang nur für ...
  • fai da te = Selbstbedienung
  • fascia oraria = Zeitraum
  • feriale = Werktag(s)
  • festivo = Sonn- und Feiertag(s)
  • fine area cantiere = Ende des Baustellenbereichs
  • fino (a) = bis (zu)
  • galleria = Tunnel
  • ghiaccio = Eis (aber: Speiseeis = gelato)
  • giorno di riposo = Ruhetag (geschlossen)
  • giorno ecologico = Ökotag (autofrei)
  • giorno pari/dispari = gerader/ungerader Tag
  • gomma = Reifen (eigent. Gummi)
  • gommista = Reifendienst
  • in caso di ... = bei ...
  • incidente = unfall
  • incrocio = Kreuzung
  • ingresso = Eingang / Einfahrt / Eintritt (ingresso libero = Eintritt frei)
  • inizio area cantiere = Beginn der Baustelle
  • inizio zona tutelata = Beginn der Parkverbotszone
  • inquinamento atmosferico = Luftverschmutzung
  • interotto = unterbrochen, gesperrt
  • lavaggio = Waschanlage
  • lavori in corso = Baustelle
  • limitazione del traffico = Verkehrsbeschränkung
  • limite = Begrenzung, Beschränkung
  • limite velocità = Geschwindigkeitsbeschränkung
  • macchina = Auto (Autos sind im Italienischen weiblich, z.B. la bi-emme-wu (BMW)
  • medico = Arzt, auch Notarzt
  • mezzi sup. 3.5 t = Fahrzeuge über 3.5 t
  • mezzi controghiaccio operativi = Schnee- und Eisräumdienst ist im Einsatz
  • micropolvere = Feinstaub
  • moderare la velocità = Geschwindigkeit verringern
  • nebbia = Nebel
  • neopatentato = Fahranfänger (bis 3 Jahre nach Führerscheinerwerb)
  • neve = Schnee
  • notturno = in der Nacht
  • occhio ai segni = Schilder/Anzeigen/Fahrbahnmarkierungen beachten
  • parcheggio = Parkplatz
  • parcheggio (non) custodito = (un)bewachter Parkplatz
  • Parchimetro = Parkuhr (kostenpflichtig, nicht Parkscheibe)
  • Parcometro = Parkuhr (kostenpflichtig, nicht Parkscheibe)
  • passaggio pedonale = Fußgängerüberweg
  • passo = Pass (Bergstrecke) oder Zufahrt
  • passo carrabile = Einfahrt freihalten
  • pedaggio = Maut (a pedaggio = mautpflichtig)
  • per inquinamento atmosferico = wegen Luftverschmutzung
  • per traffico = wegen (starken) Verkehrs
  • pesanti = veicoli pesanti = Schwerverkehr (= LKW)
  • pianta = Stadtplan
  • pioggia = Regen
  • pista ciclabile = Radweg
  • pneumatico = Reifen
  • polizia stradale = Verkehrspolizei
  • pompieri = Feuerwehr
  • posto di rifornimento = Tankstelle
  • presenza operai = Bauarbeiter sind auf der Straße
  • pressione delle gomme = Reifendruck
  • proprietà privata = Privatbesitz
  • privato = Privat...
  • rallentare = langsam fahren
  • rimorchio = Anhänger
  • rotatoria = Kreisverkehr
  • sbarrato = gesperrt
  • scarico = entladen
  • seguire = folgen (seguite ... = Folgen Sie ...)
  • semaforo = Ampel
  • senso unico = Einbahnstraße
  • senza filtro = ohne Rußfilter (Diesel)
  • solo clienti = (Parken) nur für Kunden
  • sosta a pagamento = gebührenpflichtiges Parken
  • sosta camper = Parkmöglichkeit für Wohnmobile, oft auch Campingplatz
  • sosta vietata = Halte- bzw. Parkverbot, z.B. an Einfahrten
  • sottopassaggio = Unterführung
  • spazzaneve = Schneeräumer/-pflug
  • stop del traffico = Sperre
  • stradario = Straßenverzeichnis
  • strada privata = Privatweg
  • strada senza uscita = Sackgasse
  • sup. 3.5 t = über 3.5 t
  • superstrada = autobahnähnliche Straße (aber mautfrei, nur 100/110 km/h)
  • tabacco = Tabakgeschäft, oft auch Landkarten, (Bus-)Fahrkarten und Parkscheine erhältlich
  • tangenziale = Umgehungsstraße, oft Autobahn oder autobahnähnlich
  • targa pari/dispari = gerades/ungerades Kennzeichen
  • tempo di percorrenza = Fahrtzeit für eine Strecke/Wartezeit
  • targhe alterne = Wechsel zwischen geradem und ungeraden Kennzeichen
  • 2 tempi = 2-Takt
  • 4 tempi = 4-Takt
  • tenere la destra = rechts halten
  • tornante = Kehre/Serpentine
  • traffico = Verkehr
  • traffico limitato = hier meist nur Be- und Entladeverkehr erlaubt, siehe auch zona ...
  • traffico rallentato = zähflüssiger Verkehr
  • traffico regolare = normaler Verkehr (kein Stau)
  • tratto = Strecke
  • tutte le direzioni = alle Richtungen
  • tutti a piedi = "alle zu Fuß" (autofrei)
  • tutti gli veicoli = alle Fahrzeuge
  • uscita = Ausfahrt, Autobahnabfahrt
  • uscita veicoli = Ausfahrt (Warnschild)
  • varco = Zufahrt, Einfahrt (z.B. in eine ZTL)
  • veicoli autorizzati= Fahrzeuge mit (Sonder-)Genehmigung
  • veicoli lenti= Langsame Fahrzeuge (z.B. LKW bergauf)
  • veicoli non ecologici = Fahrzeuge ohne Katatysator bzw. mit schlechter Euroabgasnorm
  • veicoli pesanti = Schwerverkehr (= LKW)
  • velocità= Geschwindigkeit
  • vietato l'accesso = Einfahrt verboten / kein Zugang
  • vietato l'ingresso = Einfahrt verboten / kein Zugang
  • zona di silenzio = Hupverbot
  • zona disco = Parken nur mit Parkscheibe
  • zona pedonale = Fußgängerzone
  • zona rimorchio = Zone, in der abgeschleppt wird
  • zona rimozione = Zone, in der abgeschleppt wird
  • zona (a) traffico limitato = Zone, in der Autofahren eingeschränkt/verboten ist, z.B. Fußgängerzone. Viele Innenstädte sind ZTL!
  • Z.T.L. = zona (a) traffico limitato
  • Z.T.L. notturna = Z.T.L. (nachts)

  • nord = Nord
  • est = Ost
  • sud = Süd
  • ovest = West

  • mattina = der Morgen/Vormittag
  • pomeriggio = Nachmittag
  • sera = Abend
  • notte = Nacht
  • notturno = in der Nacht
  • domani = morgen (Folgetag)
  • feriale = Werktag(s)
  • festivo = Sonn- und Feiertag(s)
  • lunedì (lun) = Montag
  • martedì (mar) = Dienstag
  • mercoledì (mer) = Mittwoch
  • giovedì (gio) = Donnerstag
  • venerdì (ven) = Freitag
  • sabato (sab) = Samstag
  • domenica (dom) = Sonntag
Weitere wichtige Informationen rund um Verkehrsbeschränkungern und Sperren wegen SMOG und Feinstaub-Grenzwertüberschreitung finden Sie auf der Infoseite Fahrverbote.

Weitere Infos zum Thema Autofahren in Italien finden Sie weiter unten unter "Tanken" und auf der Auto-Reiseseite.

Baden / Strandleben:

Es sind die evtl. vorhandenen Beflaggungen am Strand zu beachten, Badeverbote (rote Flagge) werden selten ohne Grund ausgesprochen. Die Strandaufsicht/Rettung weist im Bedarfsfalle auch deutlich darauf hin. Nichtortskundige können Strömungsverhältnisse etc. kaum einschätzen.

FKK ist selten erlaubt. "Oben ohne" ebenso, reißt aber im nördlichen Italien niemanden mehr vom Hocker. Zum Umkleiden zieht man sich aber zurück, und wenn es nur das Handtuch ist.

In Italien hält man auf chic, Badekleidung ist daher außerhalb des Strands verpönt, vielerorts sogar unter Strafe gestellt.

Hunde, Strandburgen, Angeln und Lagerfeuer sind am Strand ebenfalls verboten. Man hält auch deutlich weniger Abstand zum Nachbarn, als bei uns. Leidlich attraktive weibliche Wesen werden, vielleicht zu ihrem Leidwesen, gewiss nicht vereinsamen, völlig ignorieren hilft meist. Wenn nicht: "Vai via!" oder "Fila!" meint "Hau ab!", "Vaffanculo!" ist ein schon beleidigendes "Verpiß dich!".

An öffentlichen Stränden ist die beliebte Handtuch-Reservierung ebenfalls strafbewehrt.

An den meisten Stränden sind in der Saison nur zahlende Gäste gerne gesehen. Wenn Sie sich niederlassen wollen, müssen Sie entweder einen Liegestuhl mieten oder sich einen meist ungepflegten freien Gemeindestrand suchen, wenn es denn überhaupt einen gibt. Sie sind fein raus, wenn Ihr Hotel über einen eigenen Strandabschnitt verfügt oder mit einem der örtlichen "bagni" kooperiert.

Auch im Gebirge sind Warnhinweise in Schluchten und Flußtälern ernst zu nehmen. In der Ferne unbemerkte Gewitter können noch in weiter Distanz lebensgefährliche Flutwellen durchlaufen lassen.

Wichtige Ausdrücke:
  • Bad / Strandbad = bagno / stabilimento balneare
  • Bademeister = bagnino
  • Badeverbot = divieto di balneazione
  • Dusche = doccia
  • Liege = lettina
  • Liegestuhl = sdraio
  • Meer = mare
  • Rettungsboot = barca di salvataggio
  • Rettungsschwimmer = bagnino di salvataggio
  • Rote Flagge = bandiera rossa
  • Sonnenschirm = l'ombrellone
  • See = lago
  • Strand = spiaggia
  • Wasser = l'acqua

 
 

Bahnfahren/Eisenbahn:

In Italien gekaufte Fahrkarten müssen bereits vor dem Einsteigen entwertet werden! Die Entwerter sind am Zugang zum Bahnsteig angebracht.
Fahrkarten sind in der Regel deutlich billiger als in D, dafür gelten die Züge als unpünktlich, oftmals defekt und nicht immer sehr sauber.
Der italienische Hochgeschwindigkeitszug ist der "Eurostar" (zuschlagpflichtig).
In den meisten italienischen Waggons gibt es eine Klimanlage, dafür lassen sich die Fenster nicht öffnen.

Wichtige Ausdrücke:
  • Abfahrt = partenza
  • Ankunft = arrivo
  • Anschluß = coincidenza
  • Bahnhof = stazione
  • Fahrschein = biglietto
  • Gleis/Bahnsteig = binario
  • Koffer/Gepäck = valigia/bagaglio
  • Platz/Sitzplatz = posto (freier Platz = posto libero)
  • Streik = sciopero
  • Verspätung = ritardo
  • Waggon/Wagen = carrozza
  • Zug = treno
Der jeweilige Hauptbahnhof der Stadt X heißt i.d.R. "Stadt X centrale", viele Bahnhöfe werden aber auch mit ihrem Eigennamen aufgeführt, wie z.B.
  • Rom: Roma Termini Giovanni Paolo II und Roma Tiburtina
  • Florenz: Firenze Santa Maria Novella (S.M.N.)
  • Genua: Genova Brignole und Genova Piazza Principe
  • Turin: Torino Porta Nuova
  • Verona: Verona Porta Nuova
  • Venedig: Venezia Santa Lucia
Links auf Infos zum Thema Bahnfahren in Italien finden Sie hier. Infos zu anderen öffentlichen Verkehrsmitteln finden Sie weiter unten.

Banken:

Bankomaten nehmen ec- und Kreditkarten, geben auch außerhalb der Öffnungszeiten Bargeld - gegen Gebühr! Beachten Sie die tägliche Höchstsumme (zumeist 250 Euro). Kreditkarten sind verbreiteter als in D, auch in kleineren Geschäften. Euroschecks sind (wie in D) ausgestorben. Mit der deutschen Postbank-Sparkarte können Sie bis zu 10 mal jährlich kostenlos Geld an jedem Automaten abheben, der VISA-geeignet ist.

Tipp: man kann auch mehrere Postbank-Sparkarten besitzen. Sie sind kostenlos.

Achtung: wenn beim Bancomat der Menüpunkt "donazioni" oder "donation" auftaucht, heißt das nicht Auszahlung, sondern Spende! Versuchen Sie einen Automaten zu finden, der eine deutsche Menüführung anbietet (das sind sehr viele).

Achtung: Manche Banken sperren EC-Karten, wenn sie im Ausland zu häufig benutzt werden - Diebstahlsverdacht. Sprechen Sie mit Ihrer Bank vor der Abreise.

Überweisungen von und nach Italien:
Mit den EU-weit standardisierten IBAN und BIC können Überweisungen von Deutschland nach Italien schnell, sicher und kostengünstig getätigt werden.
Von Italien nach Deutschland sollte das auch gehen, leider verlangen einzelne Banken dennoch noch horrende Gebühren. Unter Umständen kann ein nachdrücklicher Hinweis auf die Illegalität dieser Gebühr Besserung bringen. Die EG-Verordnungen dazu sind Nr. 924/2009 vom 16.9.2009, vorher 2560/2001. Auf italienisch: Regolamenti (CE) n. 924/2009 ed 2560/2001 del Parlamento europeo e del Consiglio, del 16 settembre 2009, relativo ai pagamenti transfrontalieri nella Comunità.

Bezahlen:

Die Mitnahmepflicht für den Kassenzettel ("scontrino") bzw. die Rechnung ("ricevuta fiscale") - eingeführt, um Steuerhinterziehung durch das Geschäft zu verhindern - ist wohl abgeschafft worden, aber ob das wirklich gilt, konnte mir noch vor kurzem niemand genau sagen. Man hielt es aber in jedem Falle für eine gute Idee, den Kassenzettel ein Stück mitzuführen.
Kreditkarten sind verbreiteter und werden auch für relativ kleinere Beträge als in D akzeptiert ("Carta Si!", "Visa" etc. weist auf die Akzeptanz hin).

Im Restaurant:
In Italien zahlt der Tisch zusammen und teilt den Betrag intern auf, in der Regel kann nicht jeder einzeln für sich zahlen, wie in D üblich. Auch hier gilt: "scontrino" mitnehmen!

Noch etwas: man darf mit Bargeld nur bis 999,99 € bezahlen, ab € 1000,- muss es über eine bargeldlose Zahlung laufen.

Camping:

Camping ist nur auf Campingplätzen erlaubt, nicht aber z.B. am Strand.

Die Zufahrt zu den Strandparkplätzen ist Wohnmobilen oftmals verwehrt (Höhenkontrolle).

Eine Übersicht finden Sie hier: Campingplätze in Italien.

Diebstahl:

Passiert, wie überall auf der Welt, vor allem da, wo sich viele Touristen aufhalten. Italiener haben rausnehmbare Autoradios und sperren auch das ganze Auto gerne weg. Lassen Sie keine Wertsachen in Auto und machen Sie Ihr Auto sichtbar leer, bevor es ein anderer tut.

Versicherungen zahlen nur, wenn Sie ein Polizeiprotokoll vorweisen können.

Taschen- und Handtaschendiebstahl sei ebenfalls verbreitet. Am Bahnhof Ostia bei Rom warnen große mehrsprachige Schilder davor. In Rom ist besonders die "Pilgerbuslinie" 64 betroffen, wie Freunde schon ausprobiert haben.

Kredit- und ec-/Maestrokarten kann man unter der Nummer 116 116 (aus Italien 0049 116 116) sperren lassen. Leider beteiligen sich noch nicht alle Banken an diesem Service. Fragen Sie Ihre Bank.

Einkauf von Obst und Gemüse:

Wenn Sie im italienischen Supermarkt Obst, Gemüse oder andere lose, nicht verpackte Lebensmittel aus dem Regal nehmen wollen, sollten Sie sich dazu vorher einen der aushängenden Einmal- Plastikhandschuhe anziehen oder die bereitliegende Zange verwenden - böse Blicke sind Ihnen sonst gewiss.

Einreise nach Italien:

Innerhalb der EU (D, A, I, F) gibt es in der Regel keine Grenzkontrollen mehr, auch die Schweiz hat Grenzkontrollen weitgehend abgeschafft, dennoch muß der Personalausweis/Reisepaß dabei sein. Zu besonderen Anlässen wird auch gerne mal das Schengener Abkommen temporär von D, A, CH oder I außer Kraft gesetzt.

Achtung, falls ihre Kinder immer noch nur im Reisepass der Eltern eingetragen sind:
Kinder benötigen eigene Reisedokumente (Ausweis/Pass)! Dies gilt EU-weit, also auch z.B. für italienische Familien, die im Ausland leben. Ohne eigene Reisedokumente ist für Kinder kein Grenzübertritt mehr erlaubt!

Es gelten die einschlägigen EU-Zollbestimmungen für Ein- und Ausfuhr.

Siehe auch: Haustiere mitnehmen weiter unten.

Achtung: die Schweiz ist nicht in der EU und hat schärfere Zollbestimmungen, die auch bei reinem Transit gelten (z. B. sind nur 2 l Wein pro Erwachsenem zollfrei)! Gemeinerweise gibt es ein paar Landstriche, die, obwohl in Italien gelegen, zollrechtlich als Schweiz betrachtet werden: Livigno, Campione d'Italia und Ponte Tresa bis Ponte Ceresio am Luganer See.

Aktuelle Infos zu den Formalitäten finden Sie bei den staatlichen Auskunftsstellen.

Mitgeführte Beträge ab € 10.000 müssen beim Grenzübertritt auch innerhalb der EU angemeldet werden.

Elektrizität:

Üblich sind 230 V 50 Hz Wechselspannung (wie in D und A), aber es passen in der Regel keine "Schuko"-, sondern nur die schmalen Eurostecker in die rechteckigen Steckdosen. Für ältere Steckdosen werden Adapter benötigt, hier passen selbst die Eurostecker nicht immer. Steckdosen für die runden deutschen Schukostecker sind auch in Norditalien nur bei Neubauten weiter verbreitet.

Tipp: Wenden Sie keine Gewalt an, wenn der Stecker nur ganz knapp nicht passt - zerstörungsfrei bringen Sie ihn nicht hinein. Und beachten Sie die (meist eher geringe 10A-) Absicherung, sonst stehen Sie u.U. im Dunklen.

Ob der Stromverbrauch inklusive ist, hängt vom Vermieter ab, schauen Sie in Ihren Vertrag.

Fahrradfahren:

Für Kinder unter 14 Jahren gilt Helmpflicht.
Alle Radfahrer müssen im dunklen außerorts nun reflektierende Warnweste tragen. Dies gilt auch für Tunnel z.B. am Gardasee oder bei Alpenstraßen.

Feiertage:

Italienweite Feiertage

1.1. Neujahr / Capo d'anno
6.1. Hl. drei Könige / Epifania
  Ostersonn- und Montag/Pasqua,
25.4. Tag der Befreiung / Festa nazionale
1.5. Tag der Arbeit / Festa del Lavoro
  Pfingstsonntag / Pentecoste
2.6. Tag der Republik
15.8. Maria Himmelfahrt / Ferragosto
1.11. Allerheiligen / Ognissanti
8.12. Mariä Empfängnis / Immacolata
25./26.12. Weihnachten / Natale
   
aber:  
Karfreitag kein Feiertag
Pfingstmontag nur in Südtirol Feiertag

Lokale Feiertage (u.a. zu Ehren der Schutzheiligen):

Bari 6.12. (St. Nikolaus)
Bologna 4.10. (St. Petronius)
Firenze (Florenz) 24.6. (Johannes der Täufer)
Genova (Genua) 24.6. (Johannes der Täufer)
Milano (Mailand) 7.12. (St. Ambrosius)
Napoli (Neapel) 19.9. (St. Gennaro)
Palermo 15.7. (Sta. Rosalia)
Roma (Rom) 29.6. (St. Petrus)
Siena 2.7. und 16.8. (Palio)
Torino (Turin) 24.6. (Johannes der Täufer)
Trieste (Triest) 3.11.
Venezia (Venedig) 25.4. (St. Markus)
15.7. (Redentore)
Trotz eines Feiertags haben nicht immer alle Geschäfte geschlossen, insbesondere in Tourismuszentren nicht.

Ferien / Schulferien:

Sommerferien sind in Italien landesweit drei Monate etwa im Zeitraum Anfang/Mitte Juni bis Mitte September. Wann genau die Ferientermine der einzelnen Schulen liegen, ist regional verschieden, vorgeschrieben sind aber 34 Wochen Schulzeit im Jahr.

In dieser Zeit verlassen traditionell Großeltern, Mütter und Kinder die brütend heißen Städte und verbringen die Saison am Meer, während der, der das bezahlt, weiterrackert und nur während seines eigenen kurzen Urlaubs und am Wochenende dazustößt.

Höhepunkt ist die Zeit um Ferragosto, den 15. August, wo ganz Italien Urlaub macht. Hier sind die Strände überfüllt, die Städte (relativ) leer und viele Geschäfte und Restaurants geschlossen.

Weitere Ferien der italienischen Schulkinder: zu Weihnachten zwei Wochen und ein paar Tage über Ostern.

Für die Zukunft ist allerdings eine regionale Aufspreizung und die Möglichkeit von Brückentagen und Kurzferien (wie in Deutschland) in der Diskussion.
Die Provinz Trento/Trient möchte in Zukunft das deutsche Ferienmodell einführen, da drei Ferienmonate am Stück als zu lange erachtet werden.

Flugreisen:

Es gelten folgende Regeln fürs Fliegen, auch innerhalb Europas:

Handgepäck darf maximal 56 x 45 x 25 cm groß sein und nur 100ml pro Flüssigkeit, Gel, Creme oder Spray (Getränk, Parfüm, Zahnpasta, etc.) enthalten. Alle Fläschchen zusammen müssen in einer durchsichtigen, verschlossenen 1 Liter-Plastiktüte (mitbringen!) durch eine Extrakontrolle. Medikamente gehen extra, benötigen aber unter Umständen ein Attest des Arztes. Babynahrung und essentielle Diätprodukte werden ebenso separat behandelt.
Besondere Aufmerksamkeit könnten auch alle Elektronikgeräte wie Laptops, Kameras, etc. sowie Jacken und Mäntel erfahren.

Es ist also ratsam, entsprechend mehr Zeit am Flughafen einzuplanen.

Tipp: Fragen Sie Ihre Fluggesellschaft, wie es am Abflughafen genau gehandhabt wird! Eine Aufweichung dieser Regen ist geplant.

Gasherd:

In Ferienwohnungen finden Sie in der Regel Gasherde, keine Elektroherde. Die können Sie nur in Gang setzen, wenn Sie zuvor den natürlich gut versteckten Haupthahn öffnen - Vermieter fragen, wenn er es nicht von selbst zeigt. Streichhölzer nicht vergessen!

Ob der Gasverbrauch inklusive ist, hängt ebenfalls vom Vermieter ab, schauen Sie in Ihren Mietvertrag.

Gaststätten / (Espresso-)Bars:

In Italien gibt es viele leckere Möglichkeiten, eine Mahlzeit zu sich zu nehmen. Anhand der Bezeichnung kann man aber nicht immer erschließen, um welche Restaurant-Kategorie es sich handelt. Zudem kann man natürlich auch beim Bäcker oder im Schnellimbiß fündig werden:
  • Agriturismo: oft mit Restaurant (regionale Gerichte aus eigenen (Bio-)Produkten)
  • (Espresso-)Bar: entspricht unserem Cafe, wichtig zum Frühstücken, danach einfache "Brotzeiten" bis zum Nachmittag
  • Birreria: Bierlokal, einfache Gerichte in allen Varietäten
  • Cafè: wie Bar
  • Enoteca/Vineria: Weinlokal, einfache Gerichte in allen Varietäten
  • Osteria (Hosteria): eher volkstümliches Restaurant, manchmal aber auch Sternelokal
  • Pasticceria: Konditorei
  • Paneficio: Bäckerei
  • Paninoteca: Schnellimbiß mit belegten Broten ("panini") u.a.
  • Pizza a taglio: Schnellimbiß mit Pizza, Größe wie gewünscht
  • Pizzeria: nicht nur Pizza, zumeist auch Nudelgerichte
  • Ristorante-Pizzeria: oft einfacheres Restaurant
  • Ristorante: Restaurant (meist mit gehobenen Preisen)
  • Rosticceria: einfache Gerichte in allen Varietäten
  • Taverna: Restaurant
  • Tavola calda: Schnellimbiß
  • Trattoria: Restaurant der zumeist mittleren Kategorie
In italienischen Restaurants zahlt der Tisch zusammen und teilt den Betrag intern auf, in der Regel kann nicht jeder einzeln für sich zahlen, wie in D üblich. Auch hier gilt: "scontrino" mitnehmen!

Trinkgeld ("mancia") ist in der italienischen Gastronomie eher unüblich, wer aber besonders zufrieden war, läßt ein paar Münzen liegen. In Bars gibt es dafür oft kleine Teller oder Sparschweine.

Im Unterschied zu Deutschland wird dafür im allgemeinen ein Gedeck ("coperto") pro Person berechnet. Da sollte dann auch etwas Brot und/oder Grissini auf dem Tisch stehen.

Das Abendessen nimmt man in der Regel deutlich später ein als in D, die meisten Restaurants öffnen daher nicht vor 19 Uhr. Besser ist es, sich vom Kellner einen Tisch geben zu lassen, als einfach den nächsten Freien anzusteuern. "Siamo in due/tre/quattro/cinque" heißt wir sind zu zweit/dritt/viert/fünft.

Rauchen in öffentlichen Gaststätten und Bars ist außerhalb der eher seltenen Raucherzimmer verboten. Vor der Tür wird es auch zunehmend weniger gelitten, siehe unten unter "Rauchen".

In Bars und Cafès ist in der Regel zuerst an der Kasse zu bezahlen, dann am Tresen unter Vorlage des "Scontrino" zu bestellen. Verzehrt wird normalerweise schnell und im Stehen. Wer am Tisch sitzt und dort bestellt, zahlt deutlich mehr. Wer am Tresen bezahlt, bestellt und sich dann mit Speis und Trank an einen Tisch setzt, macht sich sehr unbeliebt.

Weiteres Wissenswertes zum Thema "italienischer Kaffee" und "italienisch Essen / italienische Speisefolge" finden Sie, wenn Sie den Links folgen.

Handy ("Cellulare"/"Telefonino"):

Das D-Netz funktioniert eigentlich überall, auch am Strand. Gebimmel stört auch beim normalen Essengehen niemanden. Auch nach der Regulierung des "Roaming" muss dieses aber ggf. freigeschaltet sein, nur die Gebühren sind deutlich billiger geworden. Erst ab 15.6.2017 dürfen dafür gar keine Zusatzgebühren mehr verlangt werden.

Wer viel in Italien unterwegs ist, sollte sich eventuell eine italienische SIM-Karte zulegen, um sich die Roaming-Gebühren zu sparen.

Weitere Infos dazu und die Besonderheiten in Italien finden Sie unten unter "Telefonieren mit Italien".

Haustiere nach Italien mitnehmen:

Sie brauchen einen EU-Heimtierausweis (Passaporto per animali da compagnia), wenn Sie mit Hund, Katze oder Frettchen nach Italien wollen. Dies gilt auch für die Transitländer A, CH und F.
Dazu muss das Tier mit Chip (Tätowierung reicht nicht mehr) eindeutig gekennzeichnet sein. Weitere Informationen insbesondere für Welpen, den Chip und den Ausweis gibt es bei Ihrem Tierarzt, der auch die dafür obligatorische Tollwutimpfung vornehmen kann, soweit noch nicht vorhanden.

Hunde sind in Italien nicht so gerne gesehen und an vielen Stellen, wie z.B. am und auch im Gardasee, allgemein an öffentlichen Stränden und frei in der Natur oft verboten. Leine (max 1,50m) und Maulkorb sind immer mitzuführen, die Leine eigentlich sogar permanent anzulegen.
Auch in Restaurants und Hotels kann es Schwierigkeiten geben, fragen Sie vorher. Bei vielen "Autogrill"-Autobahnraststätten und teilweise auch bei Fährbetrieben gibt es zur Erholung der mitreisenden Hunde sogenannte "FidoPark"s.

Es besteht ggf. die Gefahr einer Leishmaniose-Infektion für Ihren Hund. Fragen Sie Ihren Tierarzt. Auch tritt die Tollwut in Italien, auch in Südtirol, noch auf (in Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt sie als ausgerottet).

Die Tiere sind während der Fahrt im Auto so zu sichern, dass sie weder den Fahrer behindern noch zum Geschoss werden können.

Hunde und Katzen über 6 kg Gewicht werden aus hygienischen Gründen nur noch eingeschränkt mit der italienischen Bahn (suchen Sie nach "animali") befördert, u.U. wird man ins letzte Abteil verbannt oder gar nicht mitgenommen. Tierärztliches Gesundheitszeugnis, angelegter Maulkorb und Leine sind dabei Pflicht. Allerdings widersprechen sich die Berichte ob der Details.
Auch kleinere Hunde müssen ein tierärztliches Gesundheitszeugnis mitführen, sie können in geschlossenen Taschen/Käfigen transportiert werden, dafür benötigen sie keine Fahrkarte.

Internetzugang / Internetcafes:

Der drahtlose Zugang (bei uns WLAN) heißt in Italien Wi-Fi oder WIFI.

Viele Internetcafes in Italien wurden geschlossen, da die Kundschaft wegblieb. Der Grund: Antiterrorgesetze verlangen die Registrierung der Kunden, ihres Surfverhaltens und die (verschlüsselte) Speicherung der durch die Rechner laufenden emails. Generell gilt: ohne Ausweis geht nichts mehr.

Tip: Grundsätzlich ist bei (allen - nicht nur in Italien!) Internetcafes Vorsicht angesagt: Sie wissen nicht, wer die Daten mitloggt.
Verwenden Sie also nur einen separaten kostenlos-Mailaccount und nicht Ihren Hauptmailzugang. Leiten Sie z.B. dafür während der Reise die mails an diese Nebenadresse weiter.
Onlinebanking, vertrauliche Daten und andere wichtige Logins (z.B. online-Auktionen) sollten tabu sein.

Übersichten von Internetcafes in Italien finden Sie auf dieser Seite.

Kirchen:

Eigentlich sollte man das nicht erwähnen müssen: Kirchen sind Gotteshäuser, keine Vergnügungsparks. Demzufolge wird (teilweise durch Kontrolle am Eingang, wie etwa beim Petersdom) auf dezente Kleidung geachtet, ein Rausschmiß ist bei unbedeckten Schultern und Knien nicht selten. Auch Mahlzeiten vor dem Portal werden nicht gerne gesehen, sind an vielen Orten sogar mittlerweile verboten.

Tip: ein angenehmer Nebeneffekt der Besichtigung ist die damit verbundene Abkühlung.

Krankheit in Italien:

Die "Europäische Krankenversicherungskarte" EHIC ist bei den meistlen Krankenkassen automatisch auf der Rückseite der Versichertenkarte abgedruckt. Diese muß im Bedarfsfalle in Italien beim lokalen Gesundheitsdienst (U.S.L. - Unità Sanitaria Locale bzw. A.S.L - Agenzia Sanitaria Locale) vorgelegt werden.
Klären Sie im Zweifel mit Ihrer Kasse, wie Sie es handhaben und worauf Sie achten müssen!
Da nicht immer alle Kosten übernommen werden, ist eine Zusatzversicherung wohl in der Regel sinnvoll.
Wenn Sie einen Besuch in einem Krankenhaus abstatten wollen: Frauen werden in italienischen Krankenhäusern unter ihrem Mädchennamen registriert.
Tip: im "Pronto Soccorso" (Krankenhaus) werden Notfälle kostenlos behandelt.

Motorradfahren in Italien:

Es gilt das unter "Autofahren" und "Autobahnen" geschriebene. Die Warnweste ist für Zweiräder (noch) nicht vorgeschrieben. Natürlich gilt grundsätzlich Licht- und Helmpflicht.

Vorsicht: sogar auf Autobahnen muß man mit großen und tiefen Löchern in der Fahrbahn rechnen. Allein in Rom sterben jedes Jahr angeblich fünf Rollerfahrer wegen der "buche", der Schlaglöcher.

Zu drakonischen Geldbußen droht Beschlagnahme des Motorrads/Rollers für 60 Tage bei erheblichen Verstößen (wie Wheelies, Slalom-, Stehend- und Einhandfahren (Grüßen!), erheblicher Tempoüberschreitung, Rechtsüberholen, Benutzung der Standspur, Mißachtung der 30°-Grenze oder Knick im Kennzeichen). Die endgültige Beschlagnahme wurde wieder abgeschafft, die Verwahrungskosten trägt aber der Fahrer/Halter.

Es ist nur dann erlaubt Beifahrer auf dem 50er-Roller (Motorino/Ciclomotore) mitzunehmen, wenn der dafür zugelassen ist, zwei Sitze hat und der Fahrer volljährig ist.
"Oben ohne" (Helm) und ein Helm ohne "ECE 22"-Kennzeichnung gelten in Italien ebenfalls als erheblicher Verstoß mit den o.g. drakonischen Folgen!

Einen Helm mit "ECE 22"-Kennzeichnung erkennt man am Aufnäher (meist) auf dem Kinnriemen, der ein E mit Länderkennziffer im Kreis und dahinter eine Ziffernfolge, die mit 04 (ältere E22-04-Norm) bzw. 05 (aktuelle E22-05-Norm) beginnt, aufweist. Ein Aufkleber genügt nicht, die hierzulande teilweise beliebten "Braincaps" oder "Eierschalen" auch nicht!

Dafür genügt in Italien für Leichtkrafträder (bis 125 ccm, bis 11kW) der Pkw-Führerschein, Klasse B, früher Klasse 3. A1-Fahrer dürfen erst ab 18 Jahren einen Sozius dabeihaben. Achtung: Österreich erkennt die Führerscheinklasse A1 überhaupt erst ab 18 Jahren an.

Anhänger sind in Italien hinter Motorrädern nicht erlaubt.

Die zulässigen Geschwindigkeiten betragen:

  Autobahn Schnellstraße Außerorts Innerorts
Motorrad 130 bzw. 110/130/150* je nach Beschilderung
(110)
110
(90)
90 50
Quadriciclo
(Quad)
80 80 80 50
Ciclomotore
(Roller 50ccm)
verboten verboten 45 45
Auf italienischen Autobahnen und Schnellstraßen darf nur fahren, wer über mehr als 149 Kubikzentimeter Hubraum verfügt (auch PKW!), auf einzelnen Strecken sind für Motorräder auch mindestens 250 Kubikzentimeter verlangt.
*: Die angekündigte Erlaubnis von Tempo 150 ist nach wie vor nur Theorie.
Die Angaben in Klammern gelten für Regen oder Nässe.

Und Achtung bei der Anreise durch Österreich: der Sozius/die Sozia muß hier mindestens 12 Jahre alt sein. Außerdem müssen auch Zweiradfahrer Verbandszeug mitführen, wenn auch nicht gleich die große PKW-Ausgabe.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Der Fahrschein ("biglietto") für Busse, Straßenbahnen, U- und S-Bahnen kann in Italien nicht beim Fahrer/Schaffner gekauft, sondern muss vorher an einem Kiosk, Tabakgeschäft oder Automat erworben werden.
Erwarten Sie nicht unbedingt, daß der Fahrplan wörtlich genommen wird. Tickets sind dafür, verglichen mit deutschen Preisen, im Allgemeinen recht günstig.

Auch in Überland- und Reisebussen herrscht Anschnallpflicht. Bei Kontrollen zahlen Fahrgäste eine Buße, die trotz Gurt nicht angeschnallt sind. Beobachten Sie am besten die einheimischen Mitfahrer.

Informationen über Bahnfahrten finden Sie weiter oben.

Öffnungszeiten:

Sehr unterschiedlich! Größere Supermärkte haben auch Sa nachmittags und teilweise So vormittags geöffnet. Viele Geschäfte haben über Mittag lange zu, Tankstellen ebenfalls. Ein Feiertag bedeutet nicht automatisch geschlossene Geschäfte.

Außerhalb der Saison sieht alles wieder anders aus. Museen variieren die Öffnungszeiten ebenfalls nach der Jahreszeit. Und was 2012 gilt, ist 2013 vermutlich schon überholt. Versuchen Sie gar nicht erst, ein System zu erkennen.
In öffentlichen Museen haben EU-Bürger unter 18 und über 65 Jahren in der Regel freien Eintritt.

Ortszeit:

wie in D/A/CH, Sommerzeit ebenso.

Pilzesammeln in Südtirol:

Ist nur an geraden Tagen zwischen 7 und 19 Uhr erlaubt, man benötigt eine gebührenpflichtige Erlaubnis (€ 8,- pro Tag) der jeweiligen Gemeinde, Anwohner sind frei.

Pro Tag und Person dürfen nicht in der Gemeinde Ansässige bis zu 1 kg sammeln (Anwohner: 2 kg), wenn es an der Stelle nicht ausdrücklich verboten ist. Der Transport muss beschädigungsfrei erfolgen, ebenso das Sammeln.

Bei Nichtbeachtung drohen empfindliche Verwaltungsstrafen, seit 2002 wurden bereits über 250.000 € verhängt.

Post:

Die italienische Post genoss einen zweifelhaften Ruf. Immer wieder hörte man von Sendungen, die erst nach Jahren ihr Ziel erreichten.
Sendungen ins Ausland werden seit einiger Zeit grundsätzlich per "PostaPrioritaria" versandt. Wir haben es probiert: auch Postkarten kommen damit in 3 Tagen an!

In Rom empfehle ich die Vatikanpost, die sehr schnell auch Postkarten ins Ausland zustellt. Sie verwendet allerdings eigene Briefmarken (und Briefkästen), die Sie auch nur in den beiden vatikanischen Postämtern links und rechts des Petersplatzes erhalten. Den sollten Sie aber ohnehin besuchen.
Italienische Briefmarken gibt es natürlich beim Postamt und auch bei jedem Tabakladen ("Tabaccaio"), erkenntlich am großen, meist schwarz- oder blau-weißem T-Schild. Inzwischen bekommen Sie sie oft auch dort, wo Sie Ihre Postkarten kaufen. Die Briefmarken heißen auf Italienisch "francobolli".

Die Website der italienischen Post mit z.B. Infos über das nächste Postamt finden Sie hier.

Normale Briefkästen sind in Italien rot, teilweise ist ein blauer daneben für die "PostaPrioritaria" bzw. der rote ist geteilt für normal/prioritaria. In größeren Städten ist auch eine Unterteilung zwischen lokaler ("per la città") und herausgehender Post zu finden.
Die vatikanischen Briefkästen sind gelb, die Investition in "PostaPrioritaria" lohnt hier wegen der ohnehin zügigen Bearbeitung weniger, läßt sich aber nicht mehr vermeiden.
Tabacco

Briefkasten Italien

Briefkasten Vatikan

Rauchen:

Seit 2005 herrscht in allen öffentlichen und öffentlich zugänglichen Gebäuden, auch in Gaststätten etc. sowie Büros, striktes Rauchverbot. Lediglich im Freien und in ausgewiesenen Raucherzonen ist es noch erlaubt. Das wird allerdings auch eingeschränkt: so ist in Neapel und Bozen das Rauchen auf allen öffentlichen Flächen, auf den sich Kinder und/oder Schwangere aufhalten (könnten), ebenfalls verboten. Das betrifft Straßen, Plätze, etc., natürlich Spielplätze, aber auch Freiluftbühnen und Sportstadien.

Schnäppchen:

Wer sich beim Ankauf gefälschter Markenartikel erwischen läßt, wird mit hohen Geldbußen belegt. Die Höchstbuße von € 10.000,- wurde bereits für den Kauf einer(!) nachgemachten Designer-Sonnenbrille verhängt.

Sehenswürdigkeiten:

Gibt es wirklich zu viele, um sie hier einzeln aufzuführen. Und: jeder Reiseführer zeigt Ihnen die "musts". Italien stellt nun anlässlich des 150 jährigen Jubiläums der Italienischen Einheit auf der Internetseite meravigliaitaliana.it 21 „wunderbare Orte“ zwischen Südtirol und Sizilien, aber abseits der überlaufenen Standard-Sehenswürdigkeiten vor.

Skifahren / Snowboarden:

Auf Italiens Pisten herrscht Helmpflicht für Kinder unter 14 Jahren.
Hier finden Sie weitere Informationen rund um das Skifahren in Italien.

Streik:

Zu diesem lästigen Thema finden Sie hier weitere Informationen.

Tanken:

Tankstellen abseits der Autobahnen haben über Mittag lange zu ("chiuso"), teilweise nehmen dann Automatensäulen ("aperto 24 ore" - 24 Stunden geöffnet) gut(!) erhaltene Scheine oder Kreditkarten. Italienische Banknoten sind traditionell auch Notizzettel, vielleicht rührt daher der teilweise fragwürdige Zustand, der bereits ein halbes Jahr nach der Euro-Einführung (!) auf die italienischen 5 Euro-Scheine (auch erkennbar am S vor der Seriennummer) übergegriffen hatte.

Rechtzeitig tanken! Es wird auch gerne mal gestreikt. Dies kann dann die gesamten Tankstellen oder auch nur z.B. die Kreditkartenzahlung betreffen.

Es gibt schon länger als bei uns kein Normalbenzin mehr, nur noch bleifreies Eurosuper 95 ("Benzina", "Super") und bleifreies Super Plus ("Benzina 98"), "senza piombo" und "benzina verde" heißt bleifrei. Die hiesigen Spezialsorten wie "V-Power" etc. findet man zumeist auch in Italien bei den entsprechenden größeren Tankstellen.

"Gasolio" und "Diesel" stehen für Diesel.

"Gas GPL" (gas di petrolio liquefatto) bedeutet Autogas/LPG, "Metano" steht für Erdgas/CNG.

"Bitte volltanken" heißt "Il pieno, per favore" , "fai da te" steht für Selbstbedienung.
"Für x Euro" heißt "Per x euro", 10 = dieci, 20 = venti, 30 = trenta, 50 = cinquanta.
Der Reifen ist "la gomma" oder "il pneumatico", das Öl "l'olio", die Bremse "il freno".

Bedienung ist immer noch sehr verbreitet, da ist Scheibenputzenlassen "lavare il parabrezza, per favore" auch mal drin. Selfservice ist zumeist etwas billiger, aber nur an großen Tankstellen möglich.

Die Preise sind in etwa mit den deutschen vergleichbar (Hier eine Übersicht über die italienischen Tankstellen mit aktuellen Preisen). Der Sprit ist dafür in Österreich deutlich, in der Schweiz immerhin noch etwas billiger als bei uns. Man sollte ja unterwegs ohnehin mal Pause machen.
Im Zollfreigebiet Livigno (und im schweizerischen Samnaun) liegt der Spritpreis u.U. noch weit deutlicher unter dem deutschen Preis.

Telefonieren mit Italien und Ländervorwahlen Deutschland, Österreich, Italien, Schweiz:

nach Deutschland 0049 bzw. +49 Die erste 0 der Ortsvorwahl in D fällt weg, z.B. 004989... für München
nach Italien 0039 bzw. +39 Die erste 0 der it. Ortsvorwahl bleibt immer erhalten, z.B. 003906... für Rom.
nach Österreich 0043 bzw. +43 (früher nach Italien 0040)
in die Schweiz 0041 bzw. +41  

Besonderheiten in Italien:
  • die jeweilige Ortsvorwahl (z.B. 06 für Rom) muß auch innerorts mitgewählt werden!
  • aber: bei italienischen Handynummern gibt es keine voranstehende 0 wie bei uns, also 0039 333 xxx, nicht 0039 0333 xxx wählen
  • Italiener melden sich am Telefon mit "pronto", nicht mit ihrem Namen
Wer viel in Italien unterwegs ist, sollte sich eventuell eine italienische SIM-Karte zulegen, um sich die Roaming-Gebühren zu sparen. Eine italienische SIM-Karte (auch Prepaid) bekommt man aber nur, wenn man eine italienische Steuernummer ("codice fiscale") vorweisen kann, Diese kann z.B. hier vorberechnet werden: [Berechnung italienische Steuernummer], natürlich ist sie dann noch nicht offiziell.

Telefonzellen in Italien:

Mit Münzen (aussterbend) oder Telefonkarten ("scheda telefonica"). Die gibt es beim "Tabaccaio", erkenntlich am großen T-Schild (s.o.); er führt auch die Briefmarken ("francobolli"). Vergessen Sie nicht, die perforierte Ecke der Telefonkarte vor dem Einstecken abzureißen!

Weitere Infos zum Thema "Telefonieren" finden Sie hier .

Toiletten:

Öffentliche Toiletten sind oft wenige vorhanden und kosten gesalzene Gebühren, wie in Venedig, wo man im Internet-Vorverkauf mit einer Tageskarte ("Pipi-Card") billiger davonkommt.

Gastwirte erwarten selbstverständlich, dass Sie auch etwas verzehren - aber einen caffè wollten Sie doch sowieso gerade, oder?

In Italien kann man dann auch seine erste Erfahrung mit einer Hocktoilette machen, sprich einem Loch im Boden. Oft gibt es auch für Männlein und Weiblein keine getrennten Klos.

Wichtige Begriffe:
  • bagno = Bad/Toilette (gesprochen "banjo")
  • dov'e il bagno? = Wo ist die Toilette? ("Do-wä il banjo?")

Touristensteuer / Tourismussteuer in Italien:

Immer mehr Städte führen die Tourismussteuer oder "Dienstleistungsabgabe" ein: seit 2011 gibt es diese in Florenz, Rom und Venedig.

Pro Nacht werden bis zu € 5,- verlangt, aber günstig ist der Italien-Urlaub ja ohnehin nicht.

Und hierzulande verlangt man Kurtaxe, um im kalten Regen die Quallen zwischen den Teerklumpen am Strand besichtigen zu dürfen.

Trinkwasser:

Trinkwasser ist in der warmen Jahreszeit in Italien oft gechlort. Durch Aufkochen läßt sich der Geruch entfernen.

In einigen Städten (gesehen z.B. in Rom und Turin) sind öffentliche Trinkwasserbrunnen vorhanden, die normalerweise bedenkenlos benutzt werden können.

Wichtige Begriffe:
  • acqua potabile = Trinkwasser
  • acqua non potabile = kein Trinkwasser
  • fontanella = Trinkwasserspender/-brunnen
  • fonte = Brunnen

Unfall:

Es gilt das übliche: halten, Unfallstelle absichern, Verletzten helfen, ggf. Rettungsdienst (118) und Polizei (112) verständigen. Der Notruf 112 funktioniert europaweit mit dem Handy. Vergessen Sie nicht, die Warnweste anzulegen.

Dann müssen Sie Kennzeichen, Name und Anschrift von Fahrer und Halter der beteiligten Fahrzeuge sowie deren Haftpflichtversicherung und die Versicherungsnummer notieren.
Die Angaben zur Versicherung finden Sie bei italienischen Autos auf einer Plakette, die zumeist an der Windschutzscheibe befestigt ist. Sie selbst werden vermutlich nach der grünen Versicherungskarte gefragt werden. Auch wenn sie nicht mehr Pflicht ist, erleichtert sie die Abwicklung.

Wenn Zeugen vorhanden sind, notieren Sie auch deren Personalien. Fotografieren Sie die Unfallstelle. Unterschreiben Sie keinesfalls Schriftstücke, deren Inhalt sie nicht verstehen! Verwenden Sie den europäischen Unfallbericht, den Sie z.B. hier in deutsch-italienischer Ausführung erhalten können.

Verständigen Sie die Polizei unter 112 bei Personen- und größeren Sachschäden, oder wenn Sie sich nicht mit dem Unfallgegner auf der Basis des o.g. Unfallberichts einig werden. Lassen Sie sich einen Durchschlag des Polizeiprotokolls geben.
Beim Zentralruf der Autoversicherer in D (Tel. 0180/25026) erfahren Sie, wie der Unfallschaden abgewickelt wird.

Automobilclub-Mitgliedern kann vor Ort von ihrem Verein geholfen werden. Auch viele Versicherungen bieten mittlerweile Schutzbriefe an. Vergewissern Sie sich vorab, daß sie auch im Ausland gelten.

Infos geben u.U. auch Anwälte, die in Italien tätig sind.

Für den äußersten Fall:
Wenn Sie kein Organspender sein wollen, müssen Sie ein entsprechendes Dokument bei sich tragen, denn in Italien ist (wie in Österreich und Frankreich) ein Widerspruch erforderlich, nicht die explizite Zustimmung. Verwandte werden allerdings normalerweise gefragt, sind aber vielleicht nicht immer rechtzeitig ermittelbar. In 2010 soll der Hinweis auf Organspende ja oder nein in die italienischen Personalausweise/Identitätskarten aufgenommen werden.

Notrufnummern:


112
(Notruf europaweit mit dem Handy)
Carabinieri Polizei
113 Polizia Polizei
115 Vigili del fuoco bzw. Pompieri Feuerwehr
116 oder
803 116
ACI Pannenhilfe (auch englischsprachig)
+49 89 22 22 22 (München)
+39 039 210 41 (Italien)
ADAC Pannenhilfe (deutschsprachig)
118 Pronto soccorso Rettungsdienst
1530 Soccorso/Emergenza in mare Seenotrettung
 




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