
|
|
|
|
|
Meine Wahlheimat Pisa in der Toskana |
| Ein Streifzug durch die Geschichte |
| Der Ursprung Pisas ist ungewiss. Aus Schriftstücken vermutet man, dass Pisa ligurischen und griechischen Ursprungs ist. Sicher ist hingegen, dass Pisa einst von den Etruskern besiedelt und später eine römische Kolonie war. Pisa war auch Teil des langobardischen Königreichs und darauffolgend des karolingischen Imperiums. In der Römerzeit hatte Pisa bereits eine bedeutende Flotte. Im XI. Jahrhundert gelang es der Stadt, ihre Handelswege im Mittelmeer beträchtlich auszubauen und sie stieg neben Genua, Amalfi und Venedig zu einer der bedeutensten Seerepubliken im Mittelmeerraum auf. Noch heute sind die Wappen dieser Städte auf der italienischen Handelsflagge abgebildet. |
| Pisa erleben - Sightseeing in Pisa |
| Pisa besticht mit seinen eng verwinkelte Gässchen und Plätzen, an denen sich bunte Häuser mit grünen Fensterläden und mittelalterliche Palazzi reihen. Hier und da bröckeln die Hausfassaden, aber gerade das läßt die Stadt so typisch italienisch wirken. Das pulsierende Herz Pisas ist die Piazza Garibaldi, wo besonders abends immer ein fröhlich buntes Treiben herrscht. Pisa besitzt seit dem 14. Jahrhundert eine bedeutende Universität, die gut 40.000 Studenten bringen allerhand Leben in die Stadt! Die Fakultät für Mathematik und Physik gliedert sich unter die namhaftesten der ganzen Welt. Die Pisaner selbst sind ein überaus bodenständiges Volk und sehr stolz auf ihre Stadt. Man kann die Einheimischen aber auch getrost als fussballverrückt bezeichnen. Pisa Calcio hat einen der größten Fanclubs Italiens. Egal in welcher Liga Pisa gerade spielt, die Pisaner sind ihrer Mannschaft treu und das Stadium ist immer brechend voll. |
| Hauptanlaufpunkt der Touristen ist natürlich Pizza dei Miracoli, die grüne Wunderwiese, auf der die berühmten Monumente aus weißem Marmor geradezu zu schweben scheinen. 1063 wurde unter der Leitung von Buscheto mit dem Bau des Doms begonnen. Zwei Jahrhunderte später setzte der bedeutende Architekt Rainaldo den Bau fort. Von ihm stammt die bildschöne Fassade und von Bonanno Pisano hingegen die prachtvolle Pforte San Ranieri. Im Inneren des Doms sind wunderschöne Kunstwerke aus dem Mittelalter bishin zum 19. Jahrhundert zu bewundern, herausragend ist hierbei die Kanzel von Giovanni Pisano. Im Jahre 1153 begann Diotislavi mit dem Bau des Baptisteriums, der Bau dieser Taufkirche zog sich über zwei Jahrhunderte hin. Der Unterbau ist im romanischen und der obere Bau im gotischen Stil ausgeführt. Der erste Stein für den Glockenturm, besser bekannt als der schiefe Turm von Pisa, wurde zum Fest der Heiligen Jungfrau am 9. August 1173 gelegt. Anders als bei den anderen Werken ist beim schiefen Turm der Baumeister unbekannt. Man weiß lediglich, dass zum Bau Rainaldo, Guglielmo und Bonanno Pisano beitrugen. 1185 bekann der sandige Boden abzusinken, was eine anfängliche Schieflage und die Einstellung des Bauwerks für ein Jahrhundert zur Folge hatte, bis man schließlich Giovanni di Simone die Fertigstellung anvertraute. Dank der herausragenden Fertigkeit dieses Architekten gelang es, die Schieflage des Turms abzuschwächen. Als Pisa bei der bedeutenden Schlacht bei Meloria als Verlierer hervorging, kam der Bau 1284 erneut zum Stillstand, bis er dann schliesslich Mitte des XIV. Jahrhunderts von Tommaso Pisano fertiggestellt wurde. Mit dem monumentalen Friedhof, dem Camposanto Monumentale, wurde Mitte des XIII. Jahrhunderts begonnen. An seinem Bau waren bedeutende Architekten wie Giovanni Pisano, Tino di Camaino und Lupo di Francesco beteiligt. |
| Als weitere Schmuckstücke Pisas gelten die bildschöne Piazza dei Cavalieri mit der berühmten Scuola Normale, an der man nur mit einem Intelligenzquozient über 100 zugelassen wird; die Nationalkirche Santo Stefano an der rechten Seite der Piazza dei Cavalieri, die Kirche Santa Maria della Spina am Lungarno und das Nationalmuseum San Matteo. |
| Das bedeutendste und zugleich einzigartige Ereignis der Stadt ist die Luminara di San Raniero, die jährlich in der Nacht vom 16. auf den 17. Juni stattfindet. An den Häusern entlang des Arnos werden zehntausende von Kerzen angebracht, die dann bei Abenddämmerung feierlich angezündet werden. Um Mitternacht findet ein spetakuläres Feuerwerk und am darauffolgenden Tag eine Regatta auf dem Arno zu Ehren von San Raniero statt. |
| Um Pisa herum |
| Bei einer Fahrt auf der Landstraße nach Cascina Richtung Florenz trifft man auf die Toskana, wie man sie aus dem Bilderbuch kennt. Vorbei geht es an satt-grünen Hügelketten, an deren Abhängen sich bildhübsche kleine Dörfer mit ihren farbenfrohen Häuschen schmiegen. Besonders zu erwähnen sind hierbei Calci und Montemagno. |
| Einen wunderschönen, kilometerlangen Sandstrand findet man in Marina di Vecchiano. Dieser freie Strand ist Teil des Naturschutzgebietes San Rossore und liegt eingebettet zwischen üppigen Wäldern, Bergen und dem Meer. Da das Wasser extrem seicht ist, ist er Besonders für das Baden mit Kindern geeignet. Ein Abstecher hierher ist aufgrund der traumhaften Kulisse auf alle Fälle lohnenswert. |
| In Pisa befindet sich im übrigen auch der größte internationale Flughafen der Toskana, der "Aeroporto Galileo Galilei". |
| Urlaub in Pisa |
| Pisa ist ideal für einen Urlaub zwischen Bergen, Meer und Kultur. Wertvolle Informationen über die Gegend um Pisa, Veranstaltungen und Übernachtungsmöglichkeiten bietet das Pisa Informationsportal Around Pisa Airport. Wer sich während seines Toskanaurlaubes in der Italienischen Sprache üben will, dem sei das Istituto Linguistoco Mediterraneo empfohlen, es bietet Italienischkurse am Meer und in Pisa. |
| Eindrücke aus Pisa vermittelt dieser Film bei Youtube. |
|
Weitere Infos: Touristeninformation "Agenzia per il Turismo di Pisa” Via P. Nenni, 24 – 56124 Pisa Tel: (0039) 050/929777 oder Pisa-Infos im Internet |
|
Meine Buchempfehlungen: (Bitte Bilder anklicken für Informationen) |
|
| Toskana - Reisehandbuch - von Sibylle Geier | |
| Mehr Infos bei Amazon |