Bandiera
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Eine Wanderung durch die Garfagnana

von Agathe Freudenstein / Toskana365.com - Reiseführer Toskana


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Die Garfagnana ist die grüne Insel der Toskana, die sich durch Kastanienwälder, kleine, alte Dörfer und einzigartige Orte wie die Grotta del Vento und dem Naturschutzgebiet Parco dell'Orecchiella auszeichnet. Diese bezaubernde Naturlandschaft liegt in der Nähe der bedeutenden historische Städte Lucca, Pisa und Florenz sowie den extravaganten und modernen Küstenorten der Versilia. Das zwischen den Alpen und dem Appennino Tosco-Emiliano eingeschlossene Gebiet ist reich an Geschichte und mit Sicherheit eines der größten Naturwunder, die es bei einer Reise durch die Toskana zu entdecken gibt.
 
Die Menschen leben hier teilweise in Abgeschiedenheit wie in vergangenen Zeiten. Der wirtschaftliche Fortschritt und die Moderne sind bisher noch nicht überallhin vorgedrungen und alles scheint wie in einen Dornröschenschlaf gefallen zu sein. Garfagnana bedeutet wörtlich "großer Wald". In der Tat setzt die Gegend mit ihren weitläufigen und üppigen Wäldern selbst den anspruchsvollsten Naturfreak in wahres Staunen. Bis zu tausend Meter reichen die stattlichen Kastanienwälder und auf bis zu über 1700 Meter Höhe bilden die umfangreichen Buchenwälder einen unvergleichlichen Kontrast zu den hochragenden, kahlen Gipfeln. Aus dieser ungeheuren Masse an Grün ragen schwindelerregende, überhängende Felsen, Hochebenen und malerische Städtchen. In den engen Straßen innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern vergeht die Zeit langsam, die Rhythmen sind die der Vergangenheit, die Spiele der Kinder sind die gleichen wie vor Jahrhunderten und die Werkstätten und Geschäfte erinnern an das Mittelalter.
 
Das wichtigste Zentrum ist Castelnuovo di Garfagnana, deren frühesten Aufzeichnungen sogar bis ins Jahr 740 zurückgehen. Die vielen Brücken und die Festung aus dem elften Jahrhundert sind die Hauptmerkmale dieses idyllischen Ortes. Camporgiano, Gallicano, Piazza al Serchio, Pieve Fosciana und Villa Collemandina sind weitere romantische Mini-Ortschaften. An die tiefgrünen Bergrücken klammern sich vereinzelt kleine Dörfer, wie z.B. San Pellegrino in Alpe, von wo aus man einen unvergleichlichen Ausblick auf die Bergwelt geniesst. Hier befindet sich auch das Museum für Völkerkunde, wo mehr als viertausend Objekte aus dem ländlichen Leben ausgestellt sind.
 
Das Zentrum des oberen Tals ist Piazza al Serchio. Obwohl archäologische Funde Siedlungen aus der Zeit der Langobarden belegen, verlieren sich die Ursprünge in der vorrömischen Epoche. Besonderes Element der Landschaft sind die sogenannten "DOGLIONI", eindrucksvolle Zapfen aus vulkanischem Material, die aus dem Flussbett des Serchio entstammen.
 
Die Garfagnana ist die Heimat des höchsten Berges der Toskana, dem 2054 Meter hohen Monte Prado. Die am höchsten gelegene Stadt ist Giuncugnano (885 Meter). Auch dieses zauberhafte Städtchen ist von den Apuanischen Alpen und von Kastanien-, Eichen-, und Buchenwäldern umrahmt.
 

von Agathe Freudenstein / Toskana365.com - Reiseführer Toskana


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